Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Im Jahre 1910, "Anna Karenina" und "Krieg und Frieden" sind erschienen, ist Lew Tolstoj der berühmteste Autor der Welt. Aber er zahlt einen hohen Preis für seinen Ruhm. Jünger umlagern Tolstoj, der mit seinen christlich-mystischen und sozialen Idealen Ernst machen will, seine Frau Sofja kämpft um Aufmerksamkeit und Liebe, aber auch um sein Erbe und Tantiemen. Von dem verzweifelten Wunsch getrieben, am Ende seines Lebens Frieden zu finden, flieht Graf Tolstoj in einer dramatischen Aktion von seinem Gut Jasnaja Poljana. Jay Parini beschreibt dieses letzte, turbulente Jahr im Leben des großen russischen Schriftstellers aus sechs verschiedenen Perspektiven. Dabei folgt Parini den Tagebüchern Tolstojs und denen seiner Nächsten, seiner Frau, seiner Tochter, seines Arztes und anderer.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Hier können Sie bei C.H. Beck in das Buch reinhören
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2009
Höchst fasziniert gelesen hat Rezensent Ulrich M. Schmid diesen Roman über das letzte, tragische wie chaotische Jahr im Leben des russischen Jahrhundertschriftstellers Lew Tolstoj, der aus Sicht des Rezensenten nichtsdestotrotz eigentlich fast ein dokumentarisches Buch darstellt, da der Autor seinem Protagonisten Tolstoj nur Verbrieftes in den Mund lege. Was das Buch für den Rezensenten zum Ereignis macht, ist seine multiperspektivische Komposition. Jedes Kapitel werde aus der Sicht einer anderen Person erzählt, was ihm Einblick in die unterschiedlichen Deutungen des andauernden Ehestreits der Tolstojs ermöglicht ebenso wie Rückschlüsse auf "die Allianzen und Gräben" zwischen den einzelnen Beteiligten. Nur manchmal geht Schmidts Einschätzung zufolge "das amerikanische Temperament" und auch die Fantasie mit Jay Parini durch.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 30.08.2008
Nicht wirklich erwärmen kann sich Rezensentin Marion Lühe für Jay Parinis Roman über das letzte Lebensjahr von Leo Tolstoi. Wie sie berichtet, unterstreicht der Autor, ein britischer Literaturprofessor, den fiktionalen Charakter des Buchs, beansprucht aber zugleich ein hohes Maß an historischer Authentizität. Sie bescheinigt ihm, die Ereignisse des letzten Lebensjahrs des weltberühmten Schriftstellers "ebenso dramatisch wie publikumswirksam" zu inszenieren. Ja, sie kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das Buch sei auf seine Verfilmung hingeschrieben (tatsächlich kommt der Film zum Buch 2009 in die Kinos). Lühe hebt die Absicht des Autors hervor, Tolstoj als Menschen aus Fleisch und Blut zu präsentieren. Das ist ihm nach Ansicht der Rezensentin nicht wirklich gelungen - trotz Originalzitaten aus Briefen und Tagebüchern. Sie hat nie den Eindruck, hier sprächen Tolstoi, seine Frau, seine Tochter, sein Sekretär oder sonst eine der Figuren, in die sich der Autor versetzt. "Tatsächlich", resümiert Lühe, "ist es immer nur einer, der spricht: Jay Parini."
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








