Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Galsan Tschinag

Das Menschenwild

Eine Erzählung aus dem Altai

Cover: Das Menschenwild

Insel Verlag, Frankfurt a.M. 2008
ISBN-10 3458193022
ISBN-13 9783458193029
Gebunden, 93 Seiten, 11,80 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Hünej, eine junge Frau aus dem Altaigebirge, wird von einem großen, starken und überall behaarten "Menschenwild" geraubt, verbringt mit ihm einen Winter in der Wildnis des Hochgebirges und fasst schließlich Zutrauen zu ihm. Gemeinsam meistern sie die Gefahren des alltäglichen Überlebenskampfes. Sie kommen sich auch körperlich näher, und Hünej wird Mutter. Doch sie möchte zurück zu ihrer Nomadensippe in der Ebene und flieht. Er folgt ihr. Galsan Tschinag, der deutschschreibende mongolische Schamane, erzählt die alte Legende vom Tiermenschen neu. Eine Erzählung von großer Anmut, voll Glück und Trauer.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2008

Einen etwas zwiespältigen Eindruck hat diese Erzählung Galsan Tschinags bei Rezensent Thomas Scholz hinterlassen. Die Geschichte um eine junge Frau, die von einem Gijik, halb Tier, halb Mensch, geraubt wird und mit diesem "Menschenwild" nach anfänglichem Widerwillen eine glückliche Beziehung eingeht, hat seine Wurzeln in der "Welt der mongolischen Legenden". Scholz sieht hier, fast wie nebenbei, die Frage nach dem Wesen des Menschen thematisiert. Die Erzählung ist in seinen Augen zugleich ein "ungewöhnliches" Plädoyer für die Einfachheit der Bedürfnisse. Der Stil des auf Deutsch schreibenden Autors ist für ihn von "anregender Andersartigkeit". Allerdings bleibt die Handlung, wegen des knappen Umfangs der Erzählung, seines Erachtens diesmal ein wenig an der Oberfläche kleben. Auch die "eindrucksvollen" Bilder, die Tschinags Romane auszeichnen, wollen sich in vorliegender Erzählung zu seinem Bedauern nicht wirklich entfalten.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren