Josef Felder

Warum ich nein sagte

Erinnerungen an ein langes Leben für die Politik
Cover: Warum ich nein sagte
Pendo Verlag, Zürich 2000
ISBN 9783858423924
Gebunden, 239 Seiten, 13,29 EUR

Klappentext

Mit 26 Abbildungen. Herausgegeben von Nele Haasen. Mit einem Vorwort von Hans-Jochen Vogel. Josef Felder war Journalist und Politiker. Er hat die entscheidenden Stationen der deutschen Politik im 20. Jahrhundert selbst miterlebt, die Wirren der Räterepublik, die politischen Auseinandersetzungen der zwanziger Jahre, Hitlers Weg zur Macht. Für seinen Widerstand büßte er im KZ Dachau. Als Lizenzträger des südbayerischen "Südost-Kuriers" und später als Chefredakteur des "Vorwärts" hat Felder am Wiederaufbau eines demokratischen Pressewesens mitgewirkt. Von 1957-69 vertrat er die SPD im Bundestag. Noch im Alter von über 90 Jahren hielt der kämpferische Demokrat temperamentvolle Vorträge. Zu einem entscheidenden Erlebnis wurde für Felder die Reichstagssitzung vom 23. März 1933, als er mit der SPD-Fraktion gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz stimmte. Dieses wichtigste Nein seines Lebnes hat dem Buch den Titel gegeben.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.08.2000

In seiner kurzen aber vom Leben des Augsburger Sozialdemokraten tief beeindruckten Besprechung hebt Bernd C. Hesslein auch die Aktualität dessen hervor, was der Hundertjährige zu sagen hat, - aktuell im Sinne des Umgangs mit den Rechten, aktuell auch im Sinne selbstzerstörerischer Tendenzen in der SPD. Das NEIN, das Josef Felder sagte, nämlich zur Ermächtigung Hitlers am 24.März 1933, ist der "berührende und beunruhigende Mittelpunkt" dieses Buches, schreibt Hesslein, und er lobt ausdrücklich auch die Herausgeberin Nele Haasen, deren "gelungene Regie" die Fülle des Materials aus Reden, Artikeln und Interviews das Buch zu einem historischen "Dokument voll Spannung und Spontaneität" gemacht hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2000

In seiner Rezension nennt Martin Schumacher dies Buch einen "gelungenen Festbeitrag zum 100. Geburtstag" Felders am 24. August 2000. Sein Erscheinen nutzt der Rezensent, um Felders lange Vita kurz zu skizzieren: Er gehörte 1933 zu jenen Reichstags-Abgeordneten der SPD, die gegen Hitlers Reichsermächtigungsgesetz stimmten, kam ins KZ Dachau und war nach dem Krieg bis 1969 Bundestagsabgeordneter der SPD. Ein Jahr zuvor hatte er unter Qualen den Notstandsgesetzen zugestimmt. Über die genauere Anlage des Buchs sagt Schumacher nichts. Man erfährt aber, das der hochbetagte Politiker, "der sich selbst nicht für so wichtig hielt, Memoiren niederzuschreiben", in ausführlichen Zitaten zu Wort kommt.

Beliebte Bücher

Heike Geißler. Michaela Kohlhaas - Roman . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Heike Geißler: Michaela Kohlhaas
"Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem…
Robert Seethaler. Die Straße - Roman . Claassen Verlag, Berlin, 2026.Robert Seethaler: Die Straße
Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…
Petra Morsbach. Orion - Roman . Penguin Verlag, München, 2026.Petra Morsbach: Orion
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…
Florian Illies. Träume aus Feuer - Der Alchemist von der Pfaueninsel. Bastei Lübbe Verlag, 2026.Florian Illies: Träume aus Feuer
Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…