Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Josef Felder

Warum ich nein sagte

Erinnerungen an ein langes Leben für die Politik

Cover: Warum ich nein sagte

Pendo Verlag, Zürich 2000
ISBN-10 3858423920
ISBN-13 9783858423924
Gebunden, 239 Seiten, 13,29 EUR

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Klappentext

Mit 26 Abbildungen. Herausgegeben von Nele Haasen. Mit einem Vorwort von Hans-Jochen Vogel. Josef Felder war Journalist und Politiker. Er hat die entscheidenden Stationen der deutschen Politik im 20. Jahrhundert selbst miterlebt, die Wirren der Räterepublik, die politischen Auseinandersetzungen der zwanziger Jahre, Hitlers Weg zur Macht. Für seinen Widerstand büßte er im KZ Dachau. Als Lizenzträger des südbayerischen "Südost-Kuriers" und später als Chefredakteur des "Vorwärts" hat Felder am Wiederaufbau eines demokratischen Pressewesens mitgewirkt. Von 1957-69 vertrat er die SPD im Bundestag. Noch im Alter von über 90 Jahren hielt der kämpferische Demokrat temperamentvolle Vorträge. Zu einem entscheidenden Erlebnis wurde für Felder die Reichstagssitzung vom 23. März 1933, als er mit der SPD-Fraktion gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz stimmte. Dieses wichtigste Nein seines Lebnes hat dem Buch den Titel gegeben.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.08.2000

In seiner kurzen aber vom Leben des Augsburger Sozialdemokraten tief beeindruckten Besprechung hebt Bernd C. Hesslein auch die Aktualität dessen hervor, was der Hundertjährige zu sagen hat, - aktuell im Sinne des Umgangs mit den Rechten, aktuell auch im Sinne selbstzerstörerischer Tendenzen in der SPD. Das NEIN, das Josef Felder sagte, nämlich zur Ermächtigung Hitlers am 24.März 1933, ist der "berührende und beunruhigende Mittelpunkt" dieses Buches, schreibt Hesslein, und er lobt ausdrücklich auch die Herausgeberin Nele Haasen, deren "gelungene Regie" die Fülle des Materials aus Reden, Artikeln und Interviews das Buch zu einem historischen "Dokument voll Spannung und Spontaneität" gemacht hat.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2000

In seiner Rezension nennt Martin Schumacher dies Buch einen "gelungenen Festbeitrag zum 100. Geburtstag" Felders am 24. August 2000. Sein Erscheinen nutzt der Rezensent, um Felders lange Vita kurz zu skizzieren: Er gehörte 1933 zu jenen Reichstags-Abgeordneten der SPD, die gegen Hitlers Reichsermächtigungsgesetz stimmten, kam ins KZ Dachau und war nach dem Krieg bis 1969 Bundestagsabgeordneter der SPD. Ein Jahr zuvor hatte er unter Qualen den Notstandsgesetzen zugestimmt. Über die genauere Anlage des Buchs sagt Schumacher nichts. Man erfährt aber, das der hochbetagte Politiker, "der sich selbst nicht für so wichtig hielt, Memoiren niederzuschreiben", in ausführlichen Zitaten zu Wort kommt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren