Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Mit 26 Abbildungen. Herausgegeben von Nele Haasen. Mit einem Vorwort von Hans-Jochen Vogel. Josef Felder war Journalist und Politiker. Er hat die entscheidenden Stationen der deutschen Politik im 20. Jahrhundert selbst miterlebt, die Wirren der Räterepublik, die politischen Auseinandersetzungen der zwanziger Jahre, Hitlers Weg zur Macht. Für seinen Widerstand büßte er im KZ Dachau. Als Lizenzträger des südbayerischen "Südost-Kuriers" und später als Chefredakteur des "Vorwärts" hat Felder am Wiederaufbau eines demokratischen Pressewesens mitgewirkt. Von 1957-69 vertrat er die SPD im Bundestag. Noch im Alter von über 90 Jahren hielt der kämpferische Demokrat temperamentvolle Vorträge. Zu einem entscheidenden Erlebnis wurde für Felder die Reichstagssitzung vom 23. März 1933, als er mit der SPD-Fraktion gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz stimmte. Dieses wichtigste Nein seines Lebnes hat dem Buch den Titel gegeben.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.08.2000
In seiner kurzen aber vom Leben des Augsburger Sozialdemokraten tief beeindruckten Besprechung hebt Bernd C. Hesslein auch die Aktualität dessen hervor, was der Hundertjährige zu sagen hat, - aktuell im Sinne des Umgangs mit den Rechten, aktuell auch im Sinne selbstzerstörerischer Tendenzen in der SPD. Das NEIN, das Josef Felder sagte, nämlich zur Ermächtigung Hitlers am 24.März 1933, ist der "berührende und beunruhigende Mittelpunkt" dieses Buches, schreibt Hesslein, und er lobt ausdrücklich auch die Herausgeberin Nele Haasen, deren "gelungene Regie" die Fülle des Materials aus Reden, Artikeln und Interviews das Buch zu einem historischen "Dokument voll Spannung und Spontaneität" gemacht hat.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2000
In seiner Rezension nennt Martin Schumacher dies Buch einen "gelungenen Festbeitrag zum 100. Geburtstag" Felders am 24. August 2000. Sein Erscheinen nutzt der Rezensent, um Felders lange Vita kurz zu skizzieren: Er gehörte 1933 zu jenen Reichstags-Abgeordneten der SPD, die gegen Hitlers Reichsermächtigungsgesetz stimmten, kam ins KZ Dachau und war nach dem Krieg bis 1969 Bundestagsabgeordneter der SPD. Ein Jahr zuvor hatte er unter Qualen den Notstandsgesetzen zugestimmt. Über die genauere Anlage des Buchs sagt Schumacher nichts. Man erfährt aber, das der hochbetagte Politiker, "der sich selbst nicht für so wichtig hielt, Memoiren niederzuschreiben", in ausführlichen Zitaten zu Wort kommt.
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