Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Bearbeitet und herausgegeben von Ottheim und Angela Rammstedt. Mit Simmels Briefen von 1912 bis 1918 wird der zweite und letzte Teil seines Briefwerks vorgelegt. Dank der größeren Dichte der Überlieferung, die der 1914 erfolgten Berufung nach Straßburg geschuldet ist, sind Leben und Denken Simmels hier nun umfassend und detailliert dokumentiert. Zudem scheint Simmel aufgrund der räumlichen Distanz zu seinem privaten und wissenschaftlichen Bezugsfeld und insbesondere nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der ihn in die Festungsstadt Straßburg bannte, seine Isolation via Korrespondenz überwinden zu wollen. Auf eng beschriebenen Postkarten und in unverschlossenen Briefen, u.a. an Bergson, Buber, Rickert und Tucholsky, bringt Simmel hier zum Ausdruck, was sich an Persönlichem und Sachlichem unter den Bedingungen der seit dem 1. August 1914 herrschenden Zensur für sämtliche von und nach Straßburg gehende Korrespondenz sagen ließ.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.09.2008
Rezensent Ralf Konersmann begrüßt die nun im Rahmen der Gesamtausgabe der Werke Georg Simmels erschienenen Bände 22 und 23 mit der Korrespondenz des Philosophen und Soziologen. Er würdigt die zuverlässige Arbeit der Herausgeber, denen er bescheinigt, Konstellationen und Voraussetzungen der Korrespondenz dem Leser nahezubringen. Die Briefe verdeutlichen für Konersmanns, wie Simmel immer wieder von Kollegen an den Rand gedrängt wurde. Sie werfen seines Erachtens auch ein neues Licht auf die kurze Kriegsbegeisterung Simmels sowie auf sein Schwanken zwischen Philosophie und Soziologie und belegen, dass er sich im Zweifel als Philosoph verstand. Konersmann bedauert, dass wichtige Teile des Briefwechsels, darunter Korrespondenzen mit Sombart, Bergson, Goldschmidt, Durkheim oder Cassirer, verloren sind. Die erhaltenen Bruchstücke scheinen ihm gleichwohl "aussagekräftig und erhellend". Simmels Selbsteinschätzung, kein großer, ja überhaupt kein Briefschreiber zu sein, findet Konersmann durch vorliegende Bände jedenfalls widerlegt. Das genaue Gegenteil scheint ihm der Fall: "Nicht wenige seiner Briefe sind kleine literarische Kostbarkeiten".
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2008
Angetan zeigt sich Gustav Falke von den Briefen Georg Simmels aus den Jahren 1912 bis 1918, die im Rahmen der Gesamtausgabe erschienen sind. Zwar verhehlt er nicht, dass der Band in Hinblick auf Simmels Leben und Werk zu dieser Zeit - etwa zum Ende seiner Mitarbeit an der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, seiner Berufung nach Straßburg oder seiner lebensphilosophischen Wende - nichts Neues bringt. Auch findet er in dem Band weder Klatsch und Tratsch noch Polemik. Aber die Briefe vermitteln für ihn auf berührende Weise, "was für ein ungemein freundlicher Mensch Simmel war". Am Beispiel mehrerer Briefausschnitte äußert sich Falke bewundernd über Simmels Taktgefühl, Verständnis, Kompromissbereitschaft, Besonnenheit und Integrität - auch und gerade in heiklen Angelegenheiten.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
- Philosophie aktuell, Erscheinungsjahr 2008

- Philosophie Deutschland

- Philosophie Deutschland 20. Jahrhundert

- Deutsche Literatur, 20. Jahrhundert (Briefe/Tagebücher)

- Erster Weltkrieg

- Briefe und Tagebücher 2008

- Briefe und Tagebücher deutscher Autoren

- Soziologische Neuerscheinungen 2008

- Soziologie Deutschland 2008

- Briefe und Tagebücher deutscher Autoren, 2008 bis 2010

Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







