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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Charif Majdalani

Das Haus in den Orangengärten

Roman

Cover: Das Haus in den Orangengärten

Albrecht Knaus Verlag, München 2008
ISBN-10 3813502856
ISBN-13 9783813502855
Gebunden, 352 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Gennaro Ghirardelli. Eine Familiensaga aus dem Libanon des späten 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund des Aufstiegs und Niedergangs der wohlhabenden Familie Nassar erzählt Charif Majdalani die Geschichte einer Region, die bis heute von großen politischen Umwälzungen und Krisen erschüttert wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.2008

Von Aufstieg und Niedergang des Hauses Nassar an den Hängen des Libanon, wohin der Ahnherr Wakim aus Beirut zur Orangenzucht geflüchtet ist, erzählt der Debütroman des 1960 geborenen Charif Majdalani. Dem Literaturprofessor aus Beirut sind die literarischen Vorlagen seiner sich um einen Familiensitz rankenden Geschichte wohlbewusst, und Joseph Hanimann stellt erleichtert fest, dass diese Familiengeschichte weder ausufert noch orientalische Klischees bedient. Stattdessen beschreibe der Autor sehr anschaulich, wie Wakim durch die Neuzüchtung der Clementine zu Geld und Ansehen kommt, er und seine Familie im Ersten Weltkrieg wegen Verstecken von Deserteuren nach Anatolien deportiert werden und wie nach dem Krieg sich die ganze Familie in alle Welt zerstreut, fasst der Rezensent zusammen. Allein der letzte Teil des Romans, in dem die Familie im Exil beschrieben wird und vor allem alte Erinnerungen ausgegraben werden, mutet Hanimann wie angehängt an, und er wundert sich zudem, warum sich auch in diesem Roman die zeitgenössische libanesische Literatur so konsequent der "aufgewühlten Lage" im Land verschließt und stattdessen den melancholischen Rückblick vorzieht. Großes Lob hat der Rezensent aber noch für die Übersetzung ins Deutsche von Gennaro Ghirandelli übrig.

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