Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Margrit Schriber

Die falsche Herrin

Roman

Cover: Die falsche Herrin

Nagel und Kimche Verlag, Zürich 2008
ISBN-10 3312004136
ISBN-13 9783312004133
Gebunden, 146 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Im Jahr 1724 wurde in Schwyz eine junge Frau zum Tode verurteilt - und in letzter Minute gerettet. Die bettelarme Magd hatte sich einen berühmten adligen Namen geborgt und auf Pump ein luxuriöses Leben geführt, indem sie Auftreten und Benehmen der Aristokratie perfekt imitierte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2008

Doku-Fiction Schweizer Art, urteilt Alexandra Kedves und meint das als Lob. Was ihr erstmal als gut recherchierter, Glossar- und Mundart-gestützter historischer Roman begegnet, entpuppt sich als ungefälliges Formstück, "rhythmisch und dokumentarisch zugleich". Kedves lauscht den Stimmen der Waschfrauen und der Beamten, hört Subtext und Supertext heraus und erkennt: Der Fall der 1724 wegen Hochstaplerei zum Tod verurteilten Wäscherin Inderbitzin als Text macht "Politik ohne Polemik". Dass Margrit Schriber auch Rosenblätter zu streuen weiß und die Wäscherin vom Galgen weg geheiratet wird, findet Kedves in Ordnung. So, meint sie, tut dieser Text über Frauenfeindlichkeit und Filz zwar weh, wird aber dennoch nicht zum Lamento.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.04.2008

Beatrice Eichmann-Leutenegger preist die Lebendigkeit und die enorme Anschaulichkeit dieses historischen Romans von Margrit Schriber, der sie gleichzeitig durch seine konzentrierte Dichte überzeugt. Die Autorin erzählt darin die historisch überlieferte Geschichte der Schweizer Magd Anna Maria Inderbitzin, die sich im 18. Jahrhundert eine Identität als vornehme Dame erschwindelt, nach Frankreich flieht und beinahe hingerichtet wird. Es ringt der Rezensentin viel Respekt ab, wie Schriber aus den dürren Fakten der Gerichtsakten, die sie im Kantonsarchiv Schwyz gefunden hat, eine bunte, facettenreiche Darstellung macht, und sie lobt, dass die Autorin dabei sowohl den großen Bogen ihrer Geschichte als auch die Detailschilderung meisterhaft beherrscht. Auch sprachlich überzeuge dieser Historienroman durch seine variierenden Idiome, die Schriber den verschiedenen Personengruppen zuordnet, lobt Eichmann-Leutenegger, die sich ganz in den Bann dieses abenteuerlichen Schicksals gezogen sieht.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren