Band 1: Faksimile der 1910 in Wien erschienenen Erstausgabe (487 Seiten). Band 2: Kommentarband mit Beiträgen von Edward J. Nell, Reinhard Schmidt und Erich W. Streissler.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2000
Gerald Braunberger begrüßt die Neuauflage dieses "Klassikers" von 1910 ausdrücklich, zumal er Hilferdings Überlegungen zum Teil eine überraschende Aktualität bescheinigt. So findet sich, wie der Rezensent feststellt, so mancher Gedanke des Autors zum Imperialismus heute in der Diskussion um die Globalisierung wieder. Zwar zeige sich durchaus der Einfluss Karl Marx`, jedoch sei der Autor keineswegs ein dogmatischer Marxist gewesen. Braunberger hebt darüber hinaus mehrere Beiträge aus dem Kommentarband als besonders gelungen und aufschlussreich hervor. Erwähnt sei stellvertretend der Beitrag Reinhard H. Schmidts, der sich u. a. mit Hilferdings "Analyse des Wechselspiels von realwirtschaftlichen Störungen und Kreditzyklen" oder auch mit seiner These, "dass auch in einer globalisierten Welt nationale Eigenheiten von Finanzsystemen große Beharrungskräfte entwickelten" befasst.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…