Treten Selbstführung, Kontrolltechniken und Ausschluss an die Stelle von Überwachung, Strafe und Disziplinierung? Das Buch beschreibt die Entwicklung sozialer Kontrolle vor dem Hintergrund der ökonomischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse der vergangenen Jahrzehnte.Die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen führen in Verbindung mit dem Wirken verschiedener Protagonisten zu einem grundlegenden Wandel der Mechanismen, Techniken und Institutionen in diesem Bereich. Dieser Prozess wird von den Autoren als Herausbildung einer neuen Formation sozialer Kontrolle analysiert, die sie als Sicherheitsgesellschaft beschreiben. Hiervon ausgehend skizzieren sie im Anschluss Grundzüge einer Kritik und geben einen Ausblick auf Alternativen. Dieeinzelnen Befunde werden jeweils an verschiedenen Bereichen sozialer Kontrolle - wie zum Beispiel Strafrecht, Polizei, Geheimdienste und Recht - veranschaulicht.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 13.03.2008
Nicht Überwachung ist das eigentliche gesellschaftliche und politische Thema, sondern Sicherheit, fasst der Rezensent Dietmar Kammerer die Kernthese des von den Juristen Tobias Singelnstein und Peer Stolle vorgelegten Bandes "Die Sicherheitsgesellschaft" zusammen. Sicherheit sei das "Regime des täglichen Lebens" und ziehe die Möglichkeit umfassender Überwachung ebenso wie die Einschränkung von Freiheit und Demokratie nach sich. Wer nicht die "Sicherheitsgesellschaft", sondern lediglich die Überwachungstechnologie kritisiert, muss daher mit seiner Kritik stets zu kurz greifen, referiert Kammerer die Autoren zustimmend. Er lobt den Kenntnisreichtum und die Gründlichkeit, mit der sie sich mit dem theoretischen Diskurs aus Kriminologie und Rechtswissenschaft auseinandersetzen. Allerdings, so bedauert er, bleibe die Anschaulichkeit dabei etwas auf der Strecke. Ein konkretes Beispiel hätte helfen können, zu zeigen, wie im Alltag die Freiheit von der Überwachungs- respektive Sicherheitsgesellschaft bedroht wird, meint er.
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