Dieser Band widmet sich der umfassenden Analyse des Phänomens der technisierten Überwachung sowie einer perspektivisch-kontextuellen Einordnung der mit dem Thema befassten Disziplinen. Neben der Darstellung des Wechselspiels von Technik und Politik werden die betroffenen Werte und Gefahren grundlegend erörtert. Dabei entfaltet ein interdisziplinärer Zusammenschnitt namhafter Beiträger aus Informatik, Politik, Philosophie, Soziologie, Jura, Geschichte und Literaturwissenschaft erstmals die gesamte Problemlandschaft in einem Band. Verständlich und fundiert, ein- und weiterführend wird so das noch zu wenig diskutierte Thema verortbar und transparent für die wissenschaftliche Arbeit, aber auch für Politiker, Techniker, Aktivisten und interessierte Laien.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 13.03.2008
Einen einleuchtenden Ansatz zur Untersuchung der Überwachungsgesellschaft gesteht Dietmar Kammerer dem vom Sandro Gaycken und Constanze Kurz herausgegebenen Sammelband "1984.exe" durchaus zu, der Erfahrungen aus der Praxis der Überwachungstechnologien und deren theoretische Diskussion zusammenbringen will. Allerdings gehe der Band dieses Unternehmen gründlich falsch an, findet Kammerer, dem die theoretische Fundierung des Medienbegriffs fehlt. Überwachung hat neben der technischen allerdings auch eine soziale Seite, gibt Kammerer zu bedenken. Und dieser Gesichtspunkt fehlt ihm in den Aufsätzen des Bandes durchgehend. Immerhin werde fundiert in einzelne technologische Zusammenhänge wie Vorratsdatenspeicherung und das Abhören von Mobiltelefonen eingeführt, räumt der Rezensent ein. Aber insgesamt bleibt der "wissenschaftliche Ertrag" dieses Buches seiner Ansicht nach "dünn", und sein Tonfall des allzu oft unbelegten Misstrauens in staatliche Überwacher führe allenfalls zur fatalistischen Resignation, nicht aber zu Möglichkeiten, die Freiheit im Umgang mit Überwachungstechniken zu erkennen und zu verteidigen.
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