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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ulrich Ladurner

Bitte informieren Sie Allah!

Terrornetzwerk Pakistan

Cover: Bitte informieren Sie Allah!

F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München 2008
ISBN-10 3776625511
ISBN-13 9783776625516
Gebunden, 238 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Wer hat Benazir Bhutto umgebracht? Wie lange wird Pervez Musharraf noch an der Macht bleiben? Greifen islamistische Radikale nach der Atombombe? Übernehmen die Taliban die Macht? Werden die USA auch in Pakistan intervenieren? Diese Fragen bereiten nicht nur Washington schlaflose Nächte. Was in Pakistan passiert, berührt die ganze Welt. In diesem Land findet sich eine einmalige, gefährliche Mischung: Atomwaffen und islamistische Terroristen. Wenn in Pakistan kein Frieden einkehrt, wird auch Afghanistan keinen Frieden finden - und der Westen wird dort weiter Krieg führen. Das wird die gesamte Region weiter destabilisieren.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.04.2008

Von den beiden Pakistan-Büchern, denen sich der Rezensent mit dem Kürzel "ach" in seiner Besprechung widmet, schneidet Ulrich Ladurners Reportagensammlung "Bitte informieren Sie Allah" deutlich besser ab als Jorge Scholz' "Der Pakistan-Komplex". Der Zeit-Reporter Ladurner verwertet bereits erschienene Reportagen, reichert sie aber jeweils mit tiefer gehenden Analysen an. Harmonisch findet dies der Rezensent, und auch den "Mix von persönlichem Erleben und Reflexion gekonnt". Ohne es zu bewerten weist er noch darauf hin, dass Ladurner sich eingehend mit der Gefahr beschäftigt, dass das Terrornetzwerk al-Qaida mit Hilfe pakistanischer Atomwissenschaftler radioaktives Material besorgen könnte. Kritik scheint in der Besprechung nur am Untertitel auf, der  das ganze Land "tel quel" zum Terrornetzwerk stempelt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2008

Durchaus angetan ist Rezensent Hans-Christian Rößler von Ulrich Ladurners Buch über Pakistan. Ihm gefällt der Ansatz des Autors, aus der Perspektive des Reporters zu berichten, der sich oft in diesem komplizierten Land aufgehalten hat und Land und Leute kennt. Die zu Beginn des Buchs abstrakt formulierten Thesen werden in seinen Augen dadurch sehr konkret und lebendig. Den Anspruch, die "innere Dynamik" des Landes zu erklären, kann Ladurner nach Rößlers Ansicht meist gut einlösen. Die zahlreichen Gespräche und Anekdoten, die der Autor wiedergibt, vermitteln für ihn, wie unterschiedlich Politiker, Generäle, Islamisten, aber auch die einfachen Menschen ihr Land sehen. Fazit des Rezensenten: ein Buch, das mit seinem "persönlichen Blick" auf dieses schwierige Land dazu beträgt, es besser zu verstehen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.02.2008

Positiv aufgenommen hat Rezensent Tobias Matern dieses Buch über Pakistan von Ulrich Ladurner. Die Medienberichterstattung über dieses Land, das als gefährlichstes der Welt gilt, fällt in seinen Augen nicht immer sehr differenziert aus. Für Ladurners Buch gilt das zu seiner Freude nicht. Er hebt die Nähe des Autors zum Geschehen hervor. Man merke dem Buch an, dass der "Zeit"-Reporter das Land regelmäßig bereise, dabei nicht nur beobachte, sondern eintauche und vielen Menschen - Mullahs, Ministern, Anwälten und Studenten - begegne. Ladurners Ausführungen und Analysen zum Land scheinen Matern daher sehr instruktiv, differenziert und jenseits der üblichen Klischees. Dass der Autor keinen Hehl daraus macht, selbst mit Vorurteilen nach Pakistan gekommen zu sein, weiß Matern zu schätzen, zumal Ladurner den Leser auf "uneitle Art" daran teilhaben lässt, wie er aufgrund seiner Recherchen seine Meinungen geändert hat. Sein Fazit: ein "ausgewogenes, sehr prägnantes Buch".

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