Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.43 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Volker Kutscher

Der nasse Fisch

Roman

Cover: Der nasse Fisch

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2007
ISBN-10 3462039326
ISBN-13 9783462039320
Gebunden, 496 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Der Tanz auf dem Vulkan - Volker Kutscher lässt in einem Kriminalroman das Berlin des Jahres 1929 gegenwärtig werden: Gereon Rath, neu in Berlin und abgestellt bei der Sitte, erlebt eine Weltstadt im Rausch und voller sozialer und politischer Spannungen. Ein Toter ohne Identität, der Spuren bestialischer Folterung trägt, gibt der Mordkommission Rätsel auf. Rath entdeckt eine Verbindung zu einem Kreis oppositioneller Exilrussen, die mit geschmuggeltem Gold Waffen kaufen wollen, um einen Putsch vorzubereiten. Auch andere sind hinter dem Gold und den Waffen her. Rath bekommt es mit Paramilitärs und dem organisierten Verbrechen zu tun. Er verliebt sich in Charly, Stenotypistin in der Mordkommission, und missbraucht ihr Insiderwissen für seine einsamen Ermittlungen. Dabei verstrickt er sich immer weiter in den Fall und macht sich schließlich selbst verdächtig.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.02.2008

Mit Begeisterung hat Hardy Reich diesen historischen Kriminalroman gelesen, für den sich Volker Kutscher viel vorgenommen hat: Den Untergang der Weimarer Republik nachzuzeichnen. Für den Rezensenten ist ganz klar, dass Kutscher dieser eigenen Ambition durchaus gerecht wird, alles sei "ganz und gar schlüssig". Der Roman spielt im Berlin des Jahres 1929: Der sozialdemokratische Polizeipräsident hat, um den Kommunisten einen Strich durch die Rechnung zu machen, die Mai-Umzüge verboten, es kommt zu den berühmten blutigen Mai-Unruhen mit Dutzenden Toten. Diese Umstände sind jedoch nicht nur Kulisse, sondern werden von Kutscher direkt mit der Krimihandlung verknüpft, in der ein aus Köln versetzter Kripo-Beamte gegen Unterwelt und höhere Politzirkel ermittelt. Das gefällt dem Rezensenten so gut, dass er dem Autor den etwas gezwungen lakonischen Stil nicht nachhaltig übel nimmt.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.01.2008

Mit offensichtlichem Vergnügen hat Rezensent Oliver Pfohlmann diesen Krimi vor der Kulisse der Weimarer Republik gelesen. Dem Autor Volker Kutscher bescheinigt er einiges handwerkliches Können, genaue historische und milieusichere Recherche sowie die Fähigkeit, meist treffsichere Dialoge zu schreiben. Die knapp 500 Krimiseiten fand der Rezensent "trotz gelegentlicher Längen" insgesamt ziemlich spannend. Nur der Schluss gefiel ihm nicht, zu sehr fühlte er sich an James Ellroys Los-Angeles-Krimi "L. A. Confidential" erinnert. Auch hätten dem Roman aus Rezensentensicht ein paar mehr politisch unkorrekte Ecken und Kanten, Juden und Nazis gut getan. So ist der Roman eine Spur zu solide, meint der Rezensent.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren