Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Anita Lenz

Wer liebt, hat Recht

Die Geschichte eines Verrats

Cover: Wer liebt, hat Recht

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2000
ISBN-10 3462029495
ISBN-13 9783462029499
Broschiert, 185 Seiten, 8,64 EUR

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Klappentext

"Mein Mann betrügt mich, ich weiß es genau." Mit diesem Satz beginnt eine leidenschaftliche Geschichte um Liebe, Sex und Eifersucht. Die Ich-Erzählerin, eine Journalistin in Berlin, erfährt nach fast 28-jähriger Ehe zufällig, dass ihr Mann, ein Literaturprofessor in Schwaben, ein Doppelleben geführt hat und gerade Vater geworden ist. Er hatte sich mit seinem zweigeteilten Leben gut eingerichtet in der Provinz, während sie in der Hauptstadt nicht einmal ahnte, dass ihre Beziehung in der Sackgasse steckte. Im Gegenteil, sie hatte sich auf die Geburt des gemeinsamen Enkelkindes gefreut. Ein Ehedrama beginnt, eine Achterbahnfahrt der großen Gefühle. Die betrogene Frau protokolliert alle Phasen ihrer sexuellen Eifersucht, ihre Obsessionen und ihren Hass, ihre Angst vor dem fremden Kind, die absurden Versuche ihres Mannes, seine Verstrickungen zu verschleiern, als es nichts mehr zu verschleiern gibt.

Rezension Perlentaucher

Manchmal sitzt man nichts Schlimmes ahnend in einer Kneipe, dann setzt sich jemand zu einem und erzählt seine Lebensgeschichte. Das ist zwei Minuten, fünf Minuten, vielleicht sogar zehn Minuten lang interessant, doch dann hat man es ganz eilig, ruft nach dem Kellner und ergreift die Flucht. Am nächsten Tag fallen einem ein paar Sätze aus den Erzählungen des Unbekannten wieder ein und man wüsste es gerne genauer, hadert mit der eigenen Ungeduld und stellt wieder einmal fest: nie ist man neugierig genug. Ganz ähnlich geht es einem mit "Wer liebt, hat Recht" von Anita Lenz. Die Autorin schildert darin, wie sie auf die Nachricht reagiert, dass ihr Mann mit einer Geliebten einen Sohn hat. Es gibt keine zwei Zentimeter Abstand zwischen der angeblichen Roman-Heldin und der Autorin...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.08.2000

Die Haltung von Rezensentin Susanne Katzorke zu diesem weitestgehend (ja, wie sie meint: zu weit gehendem) autobiografischen Roman lässt sich nur als ambivalent bezeichnen. Das Buch findet sie in der schonungslosen Schilderung des Ehebruchs des Ehemanns der Ich-Erzählerin "faszinierend", in der allzu detaillierten, "Voyeurismus" geradezu erzwingenden Detailschilderung ihrer Gefühle zugleich "schwierig und anstrengend". Vor allem verliere sich die Ungeduld mit der Erzählerin nicht, die am Ende gar beschließt, dem "verlogenen, schwachen" Mann eine neue Chance zu geben.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren