Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lenka Reinerova

Das Geheimnis der nächsten Minuten

Cover: Das Geheimnis der nächsten Minuten

Aufbau Verlag, Berlin 2007
ISBN-10 3351032048
ISBN-13 9783351032043
Gebunden, 124 Seiten, 16,95 EUR

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Klappentext

Lenka Reinerova, die letzte deutschsprachige Autorin Prags, hat in ihrem Leben viele dramatische Situationen erlebt. Wie oft hat sie warten müssen, dass Türen sich öffneten oder Nachrichten eintrafen. Doch gerade sie beschreibt das Warten als ein großes Abenteuer des Lebens. Warten ist ein ganz besonderer Zustand, der uns von unserer ersten Stunde an begleitet, der banal sein kann oder außerordentlich, ein Alpdruck oder ein aus Sehnsucht gesponnener Traum, schreibt Lenka Reinerova und erinnert sich an Situationen, die von freudiger oder böser Erwartung bestimmt waren. Sie erzählt vom Warten auf die Geburt ihrer Tochter im zerstörten Belgrad, auf ihre exotische Trauung in Mexiko, auf eine Hinrichtung, der Egon Erwin Kisch mit ihr im Pariser Exil beiwohnen wollte. An welche Geduldsproben, Hoffnungen und Überraschungen sie auch zurückdenkt - noch immer ist Lenka Reinerova fasziniert davon, dass in jeder solcher quälenden oder kostbaren Minuten neue Anfänge auf uns warten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2008

Keine Autobiografie, sondern Erinnerungen an zufällige Begegnungen während des Wartens hat die tschechische Schriftstellerin und Journalisten Lenka Reinerova hier zu Papier gebracht, schreibt Rezensent Thomas Thiel. Und gewartet hat Reinerova offenbar viel: im Krankenhaus auf die Geburt ihres Kindes, in Mexiko - wohin sie vor den Nazis geflüchtet war - auf das Ende des Exils, in einem tschechischen Gefängnis während der stalinistischen Säuberungen auf ihre Entlassung oder einfach nur in den Schlangen vor den Geschäften. Thiel kann diesen Erinnerungen allerdings nicht viel abgewinnen. Weder philosophische noch politische Einsichten findet er, nur "Anekdoten ohne Pointe" und eine gewisse "sprachliche Sorglosigkeit".

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