Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.02.2012, 15.59 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christoph Menke, Arnd Pollmann

Philosophie der Menschenrechte

Zur Einführung

Cover: Philosophie der Menschenrechte

Junius Verlag, Hamburg 2007
ISBN-10 3885066394
ISBN-13 9783885066392
Kartoniert, 255 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Die Menschenrechte sind in der Gegenwart zur schlechthin grundlegenden und weltweit gültigen politischen Idee geworden. Auch wenn ihre Geschichte sehr viel weiter zurückreicht, beginnt der eigentliche Aufstieg der Menschenrechtsidee erst nach dem Zweiten Weltkrieg: in Reaktion auf die 'Akte der Barbarei' totalitärer Politik. Diese haben nicht nur die Praxis, sondern auch die Theorie der Menschenrechte vor gänzlich neue Herausforderungen gestellt, deren Umrisse in diesem Band erkundet werden. Es geht darin um philosophische Grundfragen der Menschenrechtsidee im Lichte gegenwärtiger politisch-moralischer Erfahrungen. Wie kann die politische Leitidee, dass alle Menschen als Gleiche zu berücksichtigen sind, heute verstanden, begründet und verwirklicht werden?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2008

Als "hochaktuelle und ungewöhnlich inspirierte Studie" würdigt Michael Pawlik dieses Buch über die Menschenrechte von Christoph Menke und Arnd Pollmann. Zustimmend äußert er sich über die Einschätzung der Autoren, die Menschenrechte seien in der Gegenwart zu einer grundlegenden und weltweit gültigen politischen Idee geworden, deren traditionelle Begründungen gleichzeitig nicht mehr tragfähig erschienen. Auch folgt er ihrer kritischen Auseinandersetzung mit den traditionellen Begründungsinstanzen Glaube, Natur und Vernunft, sowie mit der Argumentation für einen Verzicht auf Letztbegründung der Menschenrechte. "Überzeugend" nennt er den Befund der Autoren, man müsse eine Haltung der Anerkennung bereits eingenommen haben, um die spezifisch menschenrechtliche Form der Anerkennung anderer gutheißen zu können. Allerdings bleiben bei ihm Zweifel, wenn es darum geht, diese Haltung der Anerkennung in einen plausiblen Zusammenhang mit der Konzeption der Menschenrecht zu bringen. Doch auch da, wo er mit den Autoren nicht übereinstimmt, lobt er ihre "intellektuelle Redlichkeit".

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Archiv: Bücherschauen

Mit offenem Visier

22.02.2012: So spannend und lehrreich wie Siddharta Mukherjees Buch "Der König aller Krankheiten" wünscht sich die FAZ Medizingeschichte. Die FR liest bei Antonio Lobo Antunes nach, wie sich auch bei ihm eine igelige Frucht einnistete. Ganz schön perplex ist die taz nach Lektüre von Dietmar Daths und Barbara Kirchners Manifest "Der Implex". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

F.C. Delius: Als die Bücher noch geholfen haben

20.02.2012: Friedrich Christian Delius erzählt in seinen biografischen Skizzen "Als die Bücher noch geholfen haben" auch ein Stück Literaturgeschichte der Bundesrepublik, von Treffen mit Kollegen in Ostberlin, wie Bücher durch die Mauer geschmuggelt wurden, von den Grabenkämpfen der Linken und seiner Arbeit als Lektor. Lesen Sie hier, warum F.C. Delius kein Kritiker wurde und warum er 1966 in Princeton schwieg. Mehr lesen

Joachim Kalka: Die Katze, der Regen, das Totenreich

16.02.2012: Joachim Kalka sinniert über das Leben und seine unwiderstehlichen Seiten, etwa den Dialog: "Wir möchten Brautbilder haben ... - Wie viel? - Ein halbes Dutzend bitte. - Soviel wern ma gar net ham (Nimmt Bilder und zeigt sie her). - Von uns wollen wir doch Bilder haben, das sind wir ja gar nicht. - A so, von eahna wollens welche ham, ja de müssten aber extra angefertigt werden ... Diese Firmlingsbilder wern sehr gern gekauft - oder soll's was in Uniform sein?..." -  Lesen Sie hier einen Auszug aus "Die Katze, der Regen, das Totenreich". Mehr lesen

Tamta Melaschwili: Abzählen

13.02.2012: Gewitzt muss man sein, wenn man in Kriegszeiten nicht nur überleben, sondern auch noch Zigaretten und Klamotten will, wie die jungen Mädchen Ninzo und Zknapi im Debütroman der georgischen Autorin Tamta Melaschwili. Lesen Sie hier den Anfang. Mehr lesen

Archiv: Buchautoren