Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von Ruth Cycon unter Mitarbeit von Hermann Erb. Mit Übersetzungen aus dem Englischen von Elisabeth Vorspohl. Dieser Band enthält Melanie Kleins theoretische Arbeiten von 1946 bis zu ihrem Tod im Jahre 1960, außerdem zwei Arbeiten, die posthum veröfffentlicht wurden. In "Bemerkungen über einige schizoide Mechanismen" (1946), einem ihrer wichtigsten Werke, führt Melanie Klein das Konzept der "paranoid-schizoiden" Position ein und gibt damit eine detaillierte Beschreibung der psychischen Prozesse, welche die ersten drei Lenbsmonate beherrschen. In "Neid und Dankbarkeit" (1957), ihrem letzten herausragenden Werk, das wohl die meisten Kontroversen ausglöst hat, entwickelt sie ihre Theorie des primären Neides. Sie postuliert, dass Neid und Dankbarkeit interagierende Gefühle und von Geburt an wirksam sind. Ihr erstes Objekt ist die nährende Brust.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2000
In einer Doppelrezension bespricht Caroline Neubaur zwei Bücher mit Texten von bzw. über die Psychoanalytikerin Melanie Klein. Dabei geht die Rezensentin zunächst auf die wichtigsten Thesen Kleins ein und erläutert, inwiefern sie sich in ihrem Denken beispielsweise von Sigmund Freud unterschied. (So betrachtete sie, wie der Leser erfährt, das Individuelle nicht als tragisch, wie Freud es tat, sondern eher als "Widerstandskern").
1.) Melanie Klein: "Gesammelte Schriften. Band III: 1946-1963" (Verlag frommann-holzboog)
Neubaur lobt zunächst die "editorisch vorbildliche Form" des Bandes, in dem, wie sie anmerkt, "einige ihrer bedeutendsten Schriften" enthalten sind, die Klein als Theoretikerin zeigen. Dafür zählt sie einige Beispiele auf und hebt vor allem den `Beitrag zur Theorie von Angst und Schuldgefühl` hervor, ein Thema, das für Klein von zentralem Interesse war. Allen Aufsätzen gemeinsam ist, so die Rezensentin, eine für die damalige Zeit verblüffende Modernität.
2.) Claudia Frank: "Melanie Kleins erste Kinderanalysen" (Verlag fromman-holzboog)
Neubaur merkt zunächst an, dass es in den letzten Jahren mehrere interessante Veröffentlichungen - besonders in England - zu Melanie Klein gegeben hat. Das vorliegende Buch ist für sie jedoch die "eindrucksvollste Hommage" unter all diesen Bänden. Die Rezensentin bezeichnet den Band als "Arbeitsbiografie", in dem Kleins Analyse von 22 Berliner Kindern im Vordergrund steht. Neubaur lobt nicht nur die umfassende Auswertung von Quellen und bisher unveröffentlichtem Material. Besonders interessant scheint ihr, dass die Autorin sich ihrerseits auf analytische Weise Melanie Klein und ihren Analysemethoden annähert.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Peter Nadas: Parallelgeschichten
Aus dem Ungarischen von Christina Viragh. 1989, im Jahr des Mauerfalls, findet der Student Döhring beim Jogging ...
Klaus-Michael Bogdal: Europa erfindet die Zigeuner
Geborene Diebe und Lügner, Gefährten des Satans, Waldmenschen, unzähmbare Wilde, eine Bande von ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen






