Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Claudia Frank

Melanie Kleins erste Kinderanalysen

Die Entdeckung des Kindes als Objekt sui generis von Heilen und Forschen

Frommann-Holzboog Verlag, Stuttgart 1999
ISBN-10 3772819966
ISBN-13 9783772819964
Broschiert, 652 Seiten, 65,45 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2000

In einer Doppelrezension bespricht Caroline Neubaur zwei Bücher mit Texten von bzw. über die Psychoanalytikerin Melanie Klein. Dabei geht die Rezensentin zunächst auf die wichtigsten Thesen Kleins ein und erläutert, inwiefern sie sich in ihrem Denken beispielsweise von Sigmund Freud unterschied. (So betrachtete sie, wie der Leser erfährt, das Individuelle nicht als tragisch, wie Freud es tat, sondern eher als "Widerstandskern").
1.) Melanie Klein: "Gesammelte Schriften. Band III: 1946-1963" (Verlag frommann-holzboog)
Neubaur lobt zunächst die "editorisch vorbildliche Form" des Bandes, in dem, wie sie anmerkt, "einige ihrer bedeutendsten Schriften" enthalten sind, die Klein als Theoretikerin zeigen. Dafür zählt sie einige Beispiele auf und hebt vor allem den `Beitrag zur Theorie von Angst und Schuldgefühl` hervor, ein Thema, das für Klein von zentralem Interesse war. Allen Aufsätzen gemeinsam ist, so die Rezensentin, eine für die damalige Zeit verblüffende Modernität.
2.) Claudia Frank: "Melanie Kleins erste Kinderanalysen" (Verlag fromman-holzboog)
Neubaur merkt zunächst an, dass es in den letzten Jahren mehrere interessante Veröffentlichungen - besonders in England - zu Melanie Klein gegeben hat. Das vorliegende Buch ist für sie jedoch die "eindrucksvollste Hommage" unter all diesen Bänden. Die Rezensentin bezeichnet den Band als "Arbeitsbiografie", in dem Kleins Analyse von 22 Berliner Kindern im Vordergrund steht. Neubaur lobt nicht nur die umfassende Auswertung von Quellen und bisher unveröffentlichtem Material. Besonders interessant scheint ihr, dass die Autorin sich ihrerseits auf analytische Weise Melanie Klein und ihren Analysemethoden annähert.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren