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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christine Lavant

Das Kind

Erzählung

Cover: Das Kind

Otto Müller Verlag, Salzburg - Wien 2000
ISBN-10 3701310106
ISBN-13 9783701310104
Gebunden, 104 Seiten, 12,78 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Annette Steinsiek und Ursula A. Schneider. Mit einem Nachwort von Christine Wigotschnig. Christine Lavants poetische Erzählung ist das Psychogramm eines kranken Landkindes, das versucht, sich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln der Welterklärung in der fremden Umgebung eines Spitals zurechtzufinden. Seine kindlich -religiösen Phantasien bieten ihm letztlich aber kaum den ersehnten Halt und Trost, sondern führen es nur noch tiefer in Vorstellungen von Versagen und Schuld. Christine Lavant erzählt ganz aus der Perspektive des Mädchens. "Das Kind" war ihre erste Publikation und erschien 1948 im Brentano-Verlag. Die vorliegende Edition basiert aber nicht auf dem redigierten Text dieser Ausgabe, sondern auf dem im Nachlass der Autorin befindlichen Originalmanuskript.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2000

Sabine Doering weist zunächst darauf hin, dass dieses Buch bereits 1948 zum ersten Mal erschienen ist, damals jedoch in einer vom Herausgeber entschärften Fassung. Erst 1999 wurde die Reinschrift der Autorin aufgefunden, die die Grundlage für die vorliegende Edition ist. Doering zeigt sich fasziniert von der Geschichte eines kleinen Mädchens, dass - durch Bandagen und Kurzsichtigkeit gehandicapt - in einer Klinik sich in eine geheimnisvolle Märchenwelt flüchtet. Dabei stehe nicht die Krankheit im Vordergrund, sondern Phantasien, die um "Himmel und Hölle" kreisen. Doering kritisiert die Arbeit der Herausgeberinnen allerdings insofern, als dass sie - recht überflüssig, wie sie findet - katholische Begriffe wie "Ablass, Todsünden, Namenstage oder gar das Rosenkranzgebet" ausführlich erklären, unbekanntere Begriffe wie Aladin jedoch nicht. Unverständlich ist ihr auch, wieso sich die Herausgeberinnen mit der Edition primär an "deutschsprachige NichtösterreicherInnen" richten.

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