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Ralf Forsbach
Die Medizinische Fakultät der Universität Bonn im Dritten Reich
Klappentext
Unter Mitarbeit von Klaus Hildebrand und Heinz Schott (Geleitwort). Ausgezeichnet mit dem Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus. Noch vor wenigen Jahren war die Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Geschichte der Medizinischen Fakultäten ein absolutes Tabu. Nun zeichnet erstmals ein Autor die Entwicklung einer Medizinischen Fakultät monografisch nach. Am Bonner Beispiel stellt Ralf Forsbach die höchst unterschiedlichen Akteure in den Instituten und Kliniken vor. Zugleich stehen die internen Strukturen im Blickfeld, vor allem aber Möglichkeiten und Grenzen des Agierens in dem komplexen Wissenschaftsgefüge des "Dritten Reichs".
Forsbachs akribische Studie macht deutlich, dass sämtliche Mediziner der Universitätskliniken und -institute durch ihre Arbeit das nationalsozialistische Gesundheitssystem stützten. Selbst oppositionelle Klinik- und Institutsdirektoren glaubten sich an nationalsozialistischen Medizinverbrechen wie der Zwangssterilisierung oder dem hemmungslosen Umgang mit den Leichen Hingerichteter beteiligen zu müssen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2007
Durchwachsen scheint Hermann Mellinghoff diese Studie über Bonns Medizinische Fakultät im "Dritten Reich" von Ralf Forsbach. Der Rezensent schätzt die Arbeit als quellengesättigt, genau und differenziert in der Darstellung. Deutlich wird für ihn etwa, dass keineswegs alle Universitätsärzte in Führungspositionen "gleichgeschaltet" oder Mitglieder der NSDAP waren. Auf der anderen Seite führe der Autor die zahlreichen schlimmen Missetaten vor Augen wie Zwangssterilisationen, die Verfolgung von jüdischen Kollegen oder die Verbrechen, die im Bereich der Psychiatrie begangen wurden. Einen Schwerpunkt der Arbeit sieht Mellinghoff in der nationalsozialistischen "Säuberung" der Fakultät, dem Missbrauch der Medizin bei Psychiatrie, Euthanasie und Erbforschung sowie der Erneuerung der Fakultät nach dem Zweiten Weltkrieg. Allerdings hält er dem Autor vor, die Fülle des ausgebreiteten Namen, Daten und Fakten nicht immer gut geordnet zu haben. Die Lektüre erweist sich für Mellinghoff daher über weite Strecken als ziemlich zäh. Bei der Schilderung vieler Themen wie der finanziellen Nöte, der Mittel- und Personalknappheit vermisst er zudem das für die Situation im "Dritten Reich" besondere. Hier biete der Autor "keine große Hilfe zum Verständnis der damaligen Vorgänge".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








