Ausgezeichnet mit dem Pulitzer Prize 2007. Aus dem Amerikanischen von Hans Freundl und Stephan Gebauer. In einer packenden Erzählung schildert der Journalist Lawrence Wright erstmals umfassend die Vorgeschichte des 11. September. Vier Männer stehen im Mittelpunkt: Osama Bin Laden und seine Nummer zwei, Aiman al-Sawahiri, der FBI-Mann John O`Neill und der saudische Geheimdienstchef Turkial-Faisal. Meisterhaft verknüpft Wright ihre Lebenswege zu einem Gesamtbild der Ereignisse. Er beschreibt auch die Versäumnisse und Fehleinschätzungen der amerikanischen Geheimdienste, die den Anschlägen vorangingen. Anschaulich legt er die geistigen Wurzeln und Hintergründe der Attentäter dar.
Als Sachbuchthriller und Standardwerk feiert Rezensent Thomas Speckmann das Buch des amerikanischen Journalisten über die Geschichte der al-Qaida bis zum 11. September. Wer die Zeit, in der wir leben, verstehen wolle, komme um diese ebenso brillante wie fesselnde Darstellung des Islamismus nicht mehr herum. Auch Lawrence Wrights Pulitzerpreisgekrönte Schilderung der unprofessionellen Al-Qaida-Strukturen und der Streitigkeit zwischen CIA und FBI beeindrucken den Rezensenten sehr, da er nach dem Lesen den Eindruck hatte, die Attentate seien nur durch Zufall geglückt, was dem Blick darauf einen neuen, tragischen Zug gibt.
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