Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Hans-Ulrich Seebohm. Henry Kissinger, einer der erfahrensten Außenpolitiker unserer Zeit, beschreibt die weltpolitischen Herausforderungen, vor denen die USA am Beginn des 21. Jahrhunderts stehen. Er die Brennpunkte der Weltpolitik in den Blick und zeigt die Optionen auf, die sich den USA eröffnen. Für die deutsche Ausgabe hat der Autor außerdem die Folgen der Anschläge vom 11. September analysiert.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2002
Als eine der wesentlichen Kernaussagen in Henry Kissingers neuer Darstellung arbeitet Klaus Hildebrand dessen "Plädoyer für die Prinzipien von Maß und Gleichgewicht" heraus und verweist gleichzeitig auf die historische Analogie, die der Autor als Methode für die Gegenwartsbetrachtung wählt. Vergleichsmaßstab für die weltpolitische Situation nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sei für Kissinger das nachnapoleonische Europa der Jahre 1814/15, wo eine Allianz von Russen, Briten, Österreichern und Preußen den militärischen Wiederaufstieg des ansonsten gleichberechtigten Frankreich verhindern sollte, erklärt er. In Analogie dazu warnt Kissinger vor einer "Doktrin der kollektiven Sicherheit" und dem Nato-Beitritt Rußlands. Insgesamt hebt Hildebrand Kissingers Auffassung hervor, bezüglich des weltpolitischen Engagements "eher maßvoll zu handeln, als tugendhaft zu sein - und vor allem Selbstbeschränkung zu üben". Der Rezensent ist davon überzeugt, dass nicht nur die Zukunft der USA, sondern die der ganzen Welt davon abhänge, ob sich diese Geisteshaltung durchsetze.
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