Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Axel Sanjose

vier nach

Katalanische Lyrik nach der Avantgarde

Cover: vier nach

Edition Lyrik Kabinett, München 2007
ISBN-10 3938776099
ISBN-13 9783938776094
Broschiert, 112 Seiten, 18,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Katalanisch-Deutsch. Übertragung ins Deutsche von Axel Sanjose. Buchgestaltung und Typographie von Friedrich Pfäfflin (Marbach). Im katalanischsprachigen Raum hat die Avantgarde eine bedeutende Tradition - das gilt nicht nur für die bekannten Beispiele aus Architektur und Kunst, sondern auch und in gleichem Maße für die Literatur. Aus der Vertrautheit mit dem Experimentellen hat sich eine sehr lebendige und vielfältige "polypoetische" Szene herausgebildet, die das Erbe jener ästhetischen Umwälzungen des 20. Jahhunderts in vielen Richtungen weiterentwickelt. Wie unterschiedlich die poetischen Verfahrensweisen der Post-Avantgarde sein können, zeigen die vier Autoren dieses Bandes, denen bei aller Divergenz eines gemeinsam ist: das Ausloten der phonetischen und semantischen Möglichkeiten von Sprache.
Enric Casasses, geboren 1951, gilt mit seiner ebenso volksnahen wie subversiven Lyrik als enfant terrible der katalanischen Literatur und mittlerweile auch als so etwas wie ein zeitgenössischer Klassiker.
Eduard Escoffet, geboren 1979, ist die führende Figur der visuellen und lautpoetischen Szene in Barcelona und ein international agierender Autor und Veranstalter. Der Lyriker, Essayist, Kritiker und Celan-Übersetzer Arnau Pons, geboren 1965, unternimmt mit seinen hermetisch-suggestiven Wortgebilden Expeditionen in die Randzonen der Sagbarkeit.
Victor Sunyol, geboren 1955, ist poetischer Impulsgeber in Kataloniens heimlicher Kulturhauptstadt Vic; seine interdisziplinär ausgerichtete Arbeit erforscht die Möglichkeiten der Sprache jenseits ihrer referentiellen Funktionalität.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007

Die Erklärung des Titels gibt uns der Rezensent Florian Borchmeyer gleich am Anfang. Es geht um "vier" Lyriker, die "nach" jener Zeit kamen, die in Katalonien als Zeit der Avantgarde gilt; damals nämlich machten sich die Katalanen Gaudi, Miro und Picasso auf, die künstlerische Welt zu erobern. Die vier von Axel Sanjose hier vorgestellten katalanischen Lyriker werden von Borchmeyer als stilistisch sehr unterschiedlich beurteilt. Mit kurzen Zitaten lädt er uns sein, seine Beurteilungen zu prüfen. Während Eduard Escoffet die Materialität der Sprache betont, so Borchmeyer, lässt Viktor Sunyol eine "radikale Reduktion" walten. Arnau Pons entfalte dagegen einen derartigen "Wildwuchs" in seinen Gedichten, dass sie wie "Parodien des Surrealismus?" wirkten. Enric Casasses ist für Borchmeyer der musikalischste der vier, seine Gedichte aber ebenfalls nicht ohne Brüche. Allen gemeinsam aber sei die Suche "nach einem Sinn, der sich stets entzieht". Borchmeyers Urteil: ein höchst verdienstvolles Unternehmen des Übersetzers und Herausgebers Axel Sanjose.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren