Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jacques Derrida

Maschinen Papier

Das Schreibmaschinenband und andere Antworten

Cover: Maschinen Papier

Passagen-Verlag, Wien 2006
ISBN-10 3851657470
ISBN-13 9783851657470
Gebunden, 432 Seiten, 49,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Markus Sedlaczek. Ausgehend von einer spezifischen Lesart eines gebräuchlichen Wortes geht dieser Band einer einzigartigen Konfiguration nach: dem Denken eines sichtbaren oder unsichtbaren Bindestrichs zwischen Maschine und Papier. Versammelt werden Antworten auf Anfragen verschiedener dem Papier und dem Buch gewidmeter Institutionen. Der erste Teil enthält in der Französischen Nationalbibliothek gehaltene Vorträge, insbesondere Lektüren der Bekenntnisse Rousseaus (auch in Gegenlektüre zu den Bekenntnissen des Augustinus) sowie von deren Interpretation durch Paul de Man. Durchgängige Frage: Werden wir eines Tages das Denken des Ereignisses mit dem Denken der Maschine verbinden können? Der zweite Teil dokumentiert eine situative Erfahrung des Schreibens und riskierte Bahnung politischer Gesten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.09.2007

Die französische Ausgabe dieses nun ins Deutsche übersetzten Buchs weist nicht ohne Stolz darauf hin, dass es sich dabei um die 93. Buch-Veröffentlichung von Jacques Derrida gehandelt habe. Kein Wunder, meint Klaus Englert, dass der Philosoph als "Vielschreiber" galt, was freilich auch viel damit zu tun habe, dass die Verlage auch Vorlesungen und Interviews immer gleich eilfertig zwischen zwei Buchdeckel zu packen bereit waren. Im Laufe der neunziger Jahre entstandene Texte finden sich denn auch in diesem Band - aufregend Neues, anderswo so noch nicht Gedachtes, sei freilich eher nicht darunter. Aber natürlich war das, meint Englert, auch gar nicht unbedingt Derridas Absicht. Der Philosoph mischte sich in Tagesaktuelles ein, engagierte sich, hier etwa in einem offenen Brief an den US-Präsidenten zugunsten des von der Todesstrafe bedrohten Mumia Abu-Jamal. Die genuin philosphischen Beiträge seien, da Derridas Denken tendenziell immer auf das "Aporetische" zusteuere, in der Kürze nicht ohne weiteres auf Thesen zu bringen. Ob er den Band nun lesenswert findet, teilt der Rezensent nicht explizit mit - dass es sich aber nicht um den Kernbestand von Derridas Philosophie handelt, wird klar.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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