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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Giordano Bruno

Giordano Bruno: Werke

Band 3: Über die Ursache, das Prinzip und das Eine

Cover: Giordano Bruno: Werke

Felix Meiner Verlag, Hamburg 2007
ISBN-10 3787318038
ISBN-13 9783787318032
Gebunden, 537 Seiten, 148,00 EUR

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Klappentext

In "De la causa, principio et uno" (wahrscheinlich 1584) entwirft Giordano Bruno so etwas wie seine Metaphysik, d. h. seine Prinzipienlehre oder "Theorie der ersten Ursachen des Seins". Die hier fundierten Theoreme bleiben für die Arbeiten der Londoner Zeit insgesamt verbindlich, sie werden höchstens aus anderen Perspektiven - etwa der ethisch-praktischen oder der kosmologischen - ergänzt. Auf der philologisch maßgeblichen Edition von Giovanni Aquilecchia beruht die neue, unter der Leitung von Thomas Leinkauf durch die Deutsche Bruno-Forschungsgruppe erarbeitete zweisprachige Ausgabe Giordano Brunos Werke. Sie umfasst in chronologischer Reihenfolge zunächst alle sieben der Naturphilosophie und Erkenntnislehre, der Ethik, Religion und Politik gewidmeten Schriften, die Bruno in kurzer Folge zwischen 1582 und 1585 in italienischer Sprache publiziert hat. Nach Möglichkeit werden die italienischen Dialoge im Anschluss durch eine Auswahl der lateinischen Werke ergänzt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2007

Mit großem Gewinn hat Rezensent Christoph Lüthy diese Neuübersetzung eines Schlüsselwerks Giordano Brunos gelesen, das eine Einführung in Brunos Metaphysik bietet, die ausgehend von der göttlichen Einheit des Seins die unendliche Vielheit der seienden Dinge abzuleiten versucht, ohne jedoch diese Einheit aufzugeben. Das Buch - Teil einer auf sieben Bände angelegten Edition von Brunos epochemachenden Schriften - sei in "sokratischer Dialogform verfasst", wobei Bruno mit "literarischem Geschick" die scholastische Disputation mit Satire vermenge, bisweilen ein Sonett einflechte und seine Theorien mit selbstgefertigten Holzschnitt-Diagrammen illustrieren würde. Auch heute noch läsen sich die in "lebhaften und literarisch reizvollen Dialogen" entwickelten philosophischen Beweisführungen äußerst vergnüglich, was für den Rezensenten auch an der vorzüglichen Übersetzung liegt. Aber auch insgesamt prophezeit Lüthy der Edition eine hundertjährige Gültigkeit, ein Lob, in das er ausdrücklich auch die ausführliche Einleitung und den noch ausführlicheren Kommentarapparat einbezogen wissen will. Auch die "elegante Gestaltung der durchwirkten schwarz-rot-grünen Stoffeinbände" und die "ansprechende Typografie" verströmen für den Rezensenten das Aroma eines Klassikers.

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