"Will you still need me/ Will you still feed me / When I?m sixty-four": Wenn die Beatles diesen Song heute, also vierzig Jahre später, gesungen hätten, würden sie wohl sicher eighty-four als Alter gewählt haben, also das heutige durchschnittliche Heimaufnahmealter. Diese Erinnerung daran, wie rasant wir in den letzten Jahrzehnten gesellschaftlich gealtert sind, offenbart zugleich auch schon die Absicht meines Buches; denn die Beatles-Frage ist aktuell geblieben: Wird es für mich, wenn ich alt bin, einen Anderen geben, der mich einerseits braucht und der mich andererseits füttert?
Instruktiv findet Rezensentin Ursula März das Buch Klaus Dörners über neue Formen der Altenhilfe. Sie unterstreicht die entschiedene Diagnose des Autors zur gegenwärtigen Situation der alternden Gesellschaft: Was die Erderwärmung für den Globus bedeute, sei das ungelöste Pflegeproblem für die Gesellschaft. Daher kann sie Dörners Plädoyer für "revolutionäre Formen" der Altenpflege im Prinzip nur zustimmen. Sie attestiert dem Autor dann auch, einer ganzen Menge neuen konkrete Ideen zu haben. Als Beispiel nennt sie die Einführung einer der Erziehungszeit entsprechenden Pflegezeit, bei der Menschen, die ihre Eltern pflegen wollen, für ein paar Jahre ihre Berufstätigkeit unterbrechen können.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…