Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Uwe Durst

Die dunkle Herrlichkeit

Roman

Cover: Die dunkle Herrlichkeit

Mitteldeutscher Verlag, Halle 2007
ISBN-10 3898124312
ISBN-13 9783898124317
Gebunden, 130 Seiten, 16,00 EUR

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Klappentext

Ein unbescholtener Ehemann geht ahnungslos seiner Arbeit im Kaufladen nach, seine Frau empfängt im Stockwerk darüber ihren Liebhaber, das Kind kommt zu früh aus der Schule zurück und erzählt dem Vater von den rätselhaften Geräuschen, die aus dem Schlafzimmer der Eltern zu hören sind. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Waren die Motten an der Wand nicht Warnung genug? Das Stimmengeflüster des Ventilators? Das Blumenmuster der Tapete?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.07.2007

Nicht wirklich erwärmen kann sich Rezensent Oliver Pfohlmann für Uwe Dursts Romandebüt "Die dunkle Herrlichkeit". Das Buch offenbart für ihn, wie schwierig es sein kann, die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu überwinden. So würdigt er Durst als Autor einer wichtigen Dissertation über die "Theorie der fantastischen Literatur". Demnach balanciere die literarische Fantastik im Unterschied zur Fantasy a la Tolkien unentscheidbar zwischen der Anerkennung des Wunderbaren und seiner rationalen Erklärung. Zwar gelingt es Durst in Pfohlmanns Augen, diese Erkenntnis in seinem Romanerstling umzusetzen. Aber die wüste Geschichte um drei Ich-Erzähler, deren groteske Lebensläufe auf fantastische Weise miteinander verwoben sind, und die vielleicht doch nur Aspekte einer Person mit multipler Persönlichkeit sind, löst bei ihm keineswegs die erwünschten "wohligen Schauder" aus, wie zum Beispiel die Lektüre von Poe oder Perut. Dafür wirkt der Plot auf ihn einfach "zu konstruiert". Und als Spiel mit dem "Bedeutungswahn der Literatur" scheint ihm das Werk nur "mäßig amüsant".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren