Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von Friedrich Pfäfflin. Der Verleger Kurt Wolff warb mit Karl Kraus um einen Schriftsteller, der den Literaturbetrieb verachtete. Er bewunderte den Dichter der "Worte in Versen" und gab anonym die einzige Gedichtauswahl zu dessen Lebzeiten heraus. Und er verehrte den polemischen Moralisten, der Weltgericht hielt über die "große Zeit". Wolff feierte seine Beziehung zu Karl Kraus später als "Begegnung mit dem Absoluten". Und Karl Kraus? Seine Wertschätzung für den "edlen Jüngling" Wolff überstand verlagsinterne Autorenpolemiken, seine grundsätzliche Abneigung gegen alle, die er "Neutöner" nannte und die großen Fährnisse bei der Herstellung seiner Bücher.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2008
Hocherfreut zeigt sich Leo A. Lensing über den von Friedrich Pfäfflin herausgegebenen Briefwechsel zwischen Karl Kraus und dem Verleger Kurt Wolff. Er hebt hervor, dass der Band neben der Korrespondenz Kraus-Wolff auch weitere Verlagskorrespondenzen, Glossen und satirische Gedichte bietet. Damit entsteht in seinen Augen die "spannende Biografie in Dokumenten einer für das zwanzigste Jahrhundert exemplarischen Autor-Verleger-Beziehung". Eingehend zeichnet er die freundschaftliche, aber auch schwierige Beziehung zwischen Kraus und Wolff nach, schildert, wie es zur Zusammenarbeit kam, und berichtet über den Bruch zwischen Autor und Verleger, nachdem dieser Franz Werfels "Spiegelmensch" veröffentlicht hatte, in dem Kraus und seine Zeitschrift "Die Fackel" heftig attackiert wurden. Lobend äußert er sich insbesondere über Pfäfflins sachkundige Kommentierung der Briefe.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.06.2007
Als "präzise und liebevoll" zusammengestellt, beurteilt Jens Malte Fischer den von Friedrich Pfäfflin herausgegebenen Briefwechsel zwischen Karl Kraus und Kurt Wolff. Der Rezensent gibt dabei vor allem die enge und turbulente Beziehung zwischen dem Literaten und seinem Verleger wieder. Er erinnert, wie es dem noch sehr jungen Verleger gelang, den scheuen (!) Literaten Kraus für seinen Verlag zu gewinnen und beschreibt darüber hinaus, wie die Beziehung erste Schwierigkeiten durchleben musste, als Kraus von anderen Autoren des Verlags, wie Brod und Hiller, polemisch angegriffen wurde. Zum endgültigen Bruch kam es, wie der Rezensent berichtet, durch Franz Werfels Veröffentlichung "Spiegelmensch" im Verlag Kurt Wolff, in der Kraus diffamiert wurde. Der Briefwechsel dokumentiert ebenfalls die vergeblichen Versuche Wolffs, die Situation zu klären. Der Rezensent zeigt sich beeindruckt von der Intensität der Freundschaft und der Vielfältigkeit der beiden Charaktere, die im Briefwechsel auf besondere Weise deutlich werden.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








