Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Truschner

Die Träumer

Roman

Cover: Die Träumer

Zsolnay Verlag, Wien 2007
ISBN-10 3552053263
ISBN-13 9783552053267
Gebunden, 251 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Iris hat es geschafft. Mit kulinarischen Kreationen bereichert ihr Catering-Service die High-Society der Großstadt. Doch während ihr die Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur aus der Hand frisst, verliert Robert, Iris' Ehemann, zusehends den Boden unter den Füßen. Als ihr während einer Party die Nachricht von Roberts Tod überbracht wird, beginnt sie die genaueren Umstände zu recherchieren. Rasch stellt sich heraus, dass Robert seit einiger Zeit ein Doppelleben geführt hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2008

Peter Truschners Roman über den Kulturwissenschaftler Robert, der nach dem Rauswurf aus der Uni die Randzonen der Gesellschaft erkundet und sich um benachteiligte Jugendliche kümmert, wovon seine Gattin, eine Karrierefrau, erst nach seinem Tod erfährt, hat bei Rezensent Oliver Pfohlmann gemischte Gefühle ausgelöst. Sympathisch findet er, dass der Autor in seinem Buch "stets aufs Ganze" geht. Zudem ist er beeindruckt von der Schilderung der Codes und Rituale von Jugendlichen, Alkoholikern, jungen Migranten in den Problembezirken der Großstadt, die jeder Sozialforscher als "Meisterstück nichtteilnehmender Beobachtung" loben würde. Meisterlich scheint ihm zudem die Darstellung einer ominösen Gruppierung, die eine bizarre Mischung aus Sozialarbeit und Wehrsport betreibt. Allerdings wirkt das Buch auf ihn "leicht überambitioniert", sprachlich bemüht und thematisch überladen - neben den katastrophalen Folgen eines kollabierenden Sozialsystems geht es auch um die Konkurrenz zwischen Schrift- und Bildmedien.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.06.2007

Kolja Mensings Kritik ist eindeutig: "überambitioniert". Der Rezensent stellt Truschners neuen Roman in einer Reihe mit Clemens Meyers "Als wir träumten" oder Claudia Klischats "Morgen. Später Abend" - alles Romane die die soziale Realität der ergrauenden Plattenbauten und Hartz IV-Empfänger aufnehmen. Bei Truschner stören ihn eine offensichtlich unmotiviert komplizierte Montage und ein expressionistischer Duktus, der Phänomene von heute mit einer Sprache von gestern erfassen wolle. Die existienzialistische Pointe am Schluss des Romans scheint ihm konsequent - aber nicht überzeugend.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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