Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Martin Odum, ehemaliger CIA-Agent mit verschiedenen Legenden, lebt als Privatdetektiv in Brooklyn. Aber ist er wirklich Martin Odum? Oder ist er Dante Pippen, ein IRA-Kämpfer? Oder der zwielichtige Waffenhändler Lincoln Dittmann? Eines Tages erteilt ihm die junge, attraktive Russin Stella Kastner einen Auftrag, der ihn nach Israel führt. Dort holt ihn eine Vergangenheit ein, von der er nichts weiß. Er steht vor einem unlösbaren Dilemma: Wenn er sich erinnert, ist er tot. Wenn er sich nicht erinnert, ebenfalls...
Junkies dieses Genres kommen nach Einschätzung von Rezensentin Katharina Granzin bei diesem typischen Agententhriller wohl auf ihre Kosten. Sie selbst ist allerdings nicht zufrieden. Denn der Roman über einen Ex-CI-Agenten, der vor lauter Legenden nicht mehr weiß, wer er wirklich ist, demonstrierte ihr im wesentlichen nur die "Sinnkrise", die das Genre seit dem Ende des Kalten Krieges durchläuft. Dieses Defizit könne Robert Littells Roman auch nicht damit übertünchen, dass er das Kalte-Krieg-Schema einfach mit dem Al-Qaida-Schema verschmilzt. Dementsprechend klischeehaft gestrickt ist aus ihrer Sicht auch die Handlung, die den Helden samt seiner multiplen Persönlichkeit mit Hilfe "hanebüchen motivierter Ermittlungen" rund um den Globus jagt.
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