Herausgegeben von Olaf Weißbach. Mit einer Einleitung von Helmut Fleischer.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006
Im Zentrum der in den letzten Jahren entstandenen Arbeiten des Sozialphilosophen Peter Furth steht, so der Rezensent Lorenz Jäger, die Figur des "Heuchlers". So problematisch wie typisch scheint ihm der Heuchler, weil sich in ihm die Fähigkeit zeigt, "Herrschaftsrollen" noch da zu bewahren, wo objektiv "Ohnmacht und Selbstverrat" zu konstatieren wären. Dies entwickelt Furth vor dem Hintergrund marxistisch-materialistischer Grundanschauungen, aus denen wiederum "drei Paradigmen" entfaltet werden. Der Rezensent nennt den "Arbeitsbegriff", das Modell "Antigone" und drittens wohl eben den im "Heuchler" verkörperten "Super-Citoyen" der Gegenwart. Es ist, da sich Jäger in seiner Kritik mutmaßlich und ohne große Zugeständnisse an den Laien-Leser, aufs Niveau des Buchs begibt, dieses seiner Meinung nach zweifellos sehr hoch.
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