Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Ausgerechnet im 18. Jahrhundert, das sich selbst als vernünftig feierte, standen Schwindel und Mysteriensehnsucht hoch im Kurs. Joachim Kalka erzählt von drei Unglücksfällen des Zeitalters: Vom Leipziger "Kaffeewirth" Schrepfer, der vor dem sächsischen Adel die Toten erscheinen ließ; vom Grafen Cagliostro, der mit seinen magisch-freimaurerischen Künsten Europa faszinierte; von Carl Elias Beßler-Orffyre, der mit seinem Perpetuum mobile das alte Märchen von der Energie aus dem Nichts inszenierte.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.01.2007
Burkhard Müller hat Joachim Kalkas Buch über drei illustre Schwindler der Aufklärung gern gelesen, obwohl er sonst für die erzählende Wissenschaft, wie es die Kulturwissenschaften vor allem bei ihren Anfängen noch sein zu müssen glaubten, nicht sonderlich viel übrig hat. Der Autor erzählt von dem betrügerischen Erfinder eines angeblichen Perpetuum Mobile, vom Totenbeschwörer Johan Georg Schrepfer und vom berühmten Cagliostro. Insgesamt ist der Rezensent mit dem Buch zufrieden, wenn auch nicht richtig glücklich. Ihm sind die drei Porträts von jeweils um die 25 Seiten nämlich zu kurz, und er ist überzeugt, dass man mehr aus den schillernden Figuren im historischen Kontext des 18. Jahrhunderts hätte herausholen können. Kalka bietet lediglich "Appetithappen", beschwert sich Müller etwas unbefriedigt. Der Exkurs über die "Dummheit", der den Band in leichtem Ton abschließt, liest sich zwar flüssig, aber so ganz versteht der Rezensent nicht, warum der Autor ihn für nötig hielt und auf wen er damit abzielt: auf die drei Schwindler oder ihr Publikum?
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006
Michael Adrian ist die Freude über diesen Band anzumerken. Von Joachim Kalkas "stilistisch brillanten" Essays hat er sich in die Zwischenwelt der Scharlatane im Zeitalter der Aufklärung führen lassen und weiß nicht recht, was ihn mehr beglückt - die Klugheit der Vermittlung oder die Fülle des historischen Materials, die Geschichte vom "Projektenmacher" Orffyre und seinem falschen Perpetuum mobile oder die liebevolle Weise, mit der der Autor den Schwindler charakterisiert. Eines aber ahnt Adrian beim Lesen des Nachworts: Geisterseherei ist nicht passe.
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Uangenehm plausibel
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