Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Im Jahre 1900 lebten 21 Prozent der Weltbevölkerung in Europa, heute sind es knapp 12 Prozent, und am Ende des Jahrhunderts werden es laut UN-Schätzung weniger als 4 Prozent sein. Mit diesem demografischen Niedergang geht eine spürbare Minderung des europäischen Einflusses in der Welt einher. Vom Nabel der Welt zum Auslaufmodell? Zugleich verändert sich die Bevölkerungsstruktur grundlegend: Wird es zur Balkanisierung des Kontinents kommen? Werden sich die islamischen Gemeinschaften radikalisieren oder säkularisieren?
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2007
Walter Laqueurs Buch über den Niedergang Europas hat Rezensent Wilfried Loth nicht wirklich überzeugt. Im Kern hält er dem Autor vor, den Umbau Europas mit seinem Untergang zu verwechseln. Seinen Analysen der demografischen Entwicklung Europas, der Probleme bei der Integration von Migranten mit islamischen Hintergrund, der wirtschaftlichen Schwäche und des Mangels an Einigkeit im Blick auf die Außenpolitik scheinen Loth nur selten treffend. Zu vieles bleibt seines Erachtens hier im Vagen. Davon abgesehen betrachtet Loth das Buch im Grunde als ein Plädoyer für höhere Bildungsinvestitionen, selbstbewusstere Einwanderungspolitik, mehr Mut beim Umbau des Sozialstaats und größere Bereitschaft zu gemeinsamen europäischen Lösungen, dem er durchaus zustimmen kann. Allerdings kann er dem Autor den Vorwurf nicht ersparen, der Pessimismus habe ihm den Blick stark getrübt.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.11.2006
Wenig informiert und wenig überzeugend findet Joachim Fritz-Vannahme Walter Laqueurs Essay über den Abstieg Europas. Er liest Laqueurs Ausführungen als eine pessimistische Antwort auf Jeremy Rifkins Europa-Enthusiasmus. Laqueur prophezeit, dass Europa angesichts der Überalterung seiner Bevölkerung, der scheiternden Integration von Migranten und seiner sonstigen gegenwärtigen Probleme eine Zukunft als Disneyland für asiatische Kulturtouristen blüht. Dabei argumentiere der Autor allerdings undifferenziert und zeige insbesondere in der europäischen Institutionengeschichte zuviel Meinungsfreude bei zuwenig Wissen. "Kritik ohne Kenntnis im Detail, wie ärgerlich", entfährt es dem missgelaunten Rezensenten. Mit seiner pessimistischen Zukunftsvision für Europa kann ihn Laqueur ebenso wenig überzeugen wie Rifkin mit seiner Europa-Euphorie.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








