Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Walter Laqueur

Die letzten Tage von Europa

Ein Kontinent verändert sein Gesicht

Cover: Die letzten Tage von Europa

Propyläen Verlag, Berlin 2006
ISBN-10 3549073003
ISBN-13 9783549073001
Gebunden, 256 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Im Jahre 1900 lebten 21 Prozent der Weltbevölkerung in Europa, heute sind es knapp 12 Prozent, und am Ende des Jahrhunderts werden es laut UN-Schätzung weniger als 4 Prozent sein. Mit diesem demografischen Niedergang geht eine spürbare Minderung des europäischen Einflusses in der Welt einher. Vom Nabel der Welt zum Auslaufmodell? Zugleich verändert sich die Bevölkerungsstruktur grundlegend: Wird es zur Balkanisierung des Kontinents kommen? Werden sich die islamischen Gemeinschaften radikalisieren oder säkularisieren?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2007

Walter Laqueurs Buch über den Niedergang Europas hat Rezensent Wilfried Loth nicht wirklich überzeugt. Im Kern hält er dem Autor vor, den Umbau Europas mit seinem Untergang zu verwechseln. Seinen Analysen der demografischen Entwicklung Europas, der Probleme bei der Integration von Migranten mit islamischen Hintergrund, der wirtschaftlichen Schwäche und des Mangels an Einigkeit im Blick auf die Außenpolitik scheinen Loth nur selten treffend. Zu vieles bleibt seines Erachtens hier im Vagen. Davon abgesehen betrachtet Loth das Buch im Grunde als ein Plädoyer für höhere Bildungsinvestitionen, selbstbewusstere Einwanderungspolitik, mehr Mut beim Umbau des Sozialstaats und größere Bereitschaft zu gemeinsamen europäischen Lösungen, dem er durchaus zustimmen kann. Allerdings kann er dem Autor den Vorwurf nicht ersparen, der Pessimismus habe ihm den Blick stark getrübt.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.11.2006

Wenig informiert und wenig überzeugend findet Joachim Fritz-Vannahme Walter Laqueurs Essay über den Abstieg Europas. Er liest Laqueurs Ausführungen als eine pessimistische Antwort auf Jeremy Rifkins Europa-Enthusiasmus. Laqueur prophezeit, dass Europa angesichts der Überalterung seiner Bevölkerung, der scheiternden Integration von Migranten und seiner sonstigen gegenwärtigen Probleme eine Zukunft als Disneyland für asiatische Kulturtouristen blüht. Dabei argumentiere der Autor allerdings undifferenziert und zeige insbesondere in der europäischen Institutionengeschichte zuviel Meinungsfreude bei zuwenig Wissen. "Kritik ohne Kenntnis im Detail, wie ärgerlich", entfährt es dem missgelaunten Rezensenten. Mit seiner pessimistischen Zukunftsvision für Europa kann ihn Laqueur ebenso wenig überzeugen wie Rifkin mit seiner Europa-Euphorie.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren