Mr. Bones hat allen Grund die Lefzen hängenzulassen: Neben ihm, an einer zugigen Straßenecke in Baltimore, liegt sein zweibeiniger Freund Willy G. Christmas und spuckt Blut. Es geht zu Ende mit dem weltklugen Penner. Nie wieder wird Mr. Bones Willys durchgedrehte Geschichten über Gott und die Welt hören, nie wieder seine theologischen Haarspaltereien, erotischen Träumereien und philosophischen Sophistereien, die Mr. Bones zu dem gemacht haben, was er ist: ein gewitzter, lebenserfahrener, wenngleich ein wenig melancholischer alter Hund.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
Hanns-Josef Ortheil kann es nicht fassen, wie der Erzähler Paul Auster auf den Hund gekommen ist. Dass Auster mit "Timbuktu" eine Hundegeschichte erzählen will, findet Ortheil gerade noch akzeptabel: Wenn er es nur nicht so schlecht getan hätte! Nach Ortheil bietet Auster nichts als hohle Rhetorik und fade Erinnerungen. Er produziere lauter Banalitäten und hangele sich von einem Klischee zum nächsten. Ortheils Urteil: Austers Erzählstil sei eine "seltsame Mischung aus einem flotten, sich anbiedernden Ton und der informativen Prosa eines Tiermagazins".
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