Aus dem Walisischen von Wolfgang Schamoni. "Meine Geschichten sind wie kleine Wellen auf der Wasseroberfläche eines Sees aber in der Tiefe brodelt es." So hat Kate Roberts ihre Schreibweise beschrieben. Die Leser sind aufgefordert, langsam zu lesen und das Brodeln unter der nur leicht gekräuselten Oberfläche zu erkennen.
In einer Kurzkritik würdigt Ralph Rainer Wuthenow die Erzählungen der 1985 verstorbenen Kate Roberts, in denen die Autorin "von Alter und Abschied, Heimkehr und Tod in kargen Sätzen" schreibt. Der Reiz dieser Geschichten liegt für ihn dabei vor allem in Roberts` Augenmerk für Dinge, die auf den ersten Blick unscheinbar sind. Die Autorin erzählt, wie Wuthenow feststellt, "ohne viele Umschweife", mit Distanz zum Geschehen und trotzdem spürbaren sozialen und politischen Engagements. Darüber hinaus gefällt ihm Roberts` "Sinn für die überraschende Pointe", für die er in dieser kurzen Kritik leider kein Beispiel nennt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…