Bücher der Saison
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Klappentext
Wir haben eine Kanzlerin, die Männerdämmerung ist ausgerufen und noch nie in der Geschichte waren so viele Frauen so erfolgreich wie heute. Gratulation, die Beauvoirs und Schwarzers haben ganze Arbeit geleistet. Wie bitte? Gut ausgebildet und zur Selbstständigkeit erzogen, halten Frauen zwar heute den Geschlechterkampf für beendet, doch wer klar sieht, stellt fest: Der Erfolg der Emanzipation ist ein Märchen, solange Frauen siebzig Prozent der Niedrigverdiener ausmachen, und der Großteil der Akakemikerinnen als Versorgerin von Mann und Kind im schwarzen Loch des Eigenheims verschwindet. Da hilft es auch nicht, wenn die Herren Chefredakteure die Frauen neuerdings wieder als Multi-Gebärende und große Aufopferungsvolle preisen. Thea Dorn und meinungsmachende Frauen von Charlotte Roche bis Silvana Koch-Mehrin diskutieren über Männer und Frauen, Kinder und Karriere, Politik und Gesellschaft. Einen neue Klasse von Frauen definiert ihr Selbstverständnis und setzt die Agenda für die Zukunft.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 01.11.2006
Antje Schrupp stellt zwei Bücher vor, die sie auch als kritische Antwort auf Eva Hermanns These vom "Eva-Prinzip" gelesen hat. Thea Dorns "Die neue F-Klasse" präsentiert Interviews mit Frauen über ihren persönlichen und beruflichen Werdegang. Hier hält sich der Ärger der Rezensentin mit Interesse und Zustimmung die Waage. Während sie "Klischees" über den Feminismus, die beispielsweise im Interview mit Maybrit Illner zu lesen sind, und denen die Autorin nicht widerspricht, durchaus auf die Palme bringen, preist sie die Gespräche mit einer Bombenentschärferin oder einer Eiskletterin als äußerst authentisch und fesselnd. Und hier lobt sie dann auch die Fragen Thea Dorns als gewinnbringend, weshalb sie das Buch trotz allem empfehlenswert findet
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.09.2006
Isabell Hoffmann hat einiges übrig für Thea Dorns Buch "Die neue F-Klasse". Sie kann sich darin durchaus wiederfinden und der Forderung nach einem neuen Feminismus will sie ihren Segen nicht versagen. Auch begrüßt sie die enthaltenen Gespräche mit Frauen wie Charlotte Roche oder Silvana Koch-Mehrin, in denen Klartext geredet werde. Viele der gezogenen Schlüsse und Thesen scheinen ihr bekannt und zustimmungsfähig. Sie versteht das Buch nicht einfach nur als ein Buch von Frauen über Frauen, sondern als Dorns Entwurf einer "idealtypischen Frauenelite". Etwas fragwürdig scheinen ihr nur die Feindbilder, gegen die die Autorin zum Sturmangriff bläst: "der Islam" und "das deutsche Feuilleton". Hier hätte sich Hoffmann einen etwas differenzierten Blick gewünscht.
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