Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Thea Dorn

Die neue F-Klasse

Warum die Zukunft von Frauen gemacht wird

Cover: Die neue F-Klasse

Piper Verlag, München 2006
ISBN-10 3492049036
ISBN-13 9783492049030
Kartoniert, 343 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Wir haben eine Kanzlerin, die Männerdämmerung ist ausgerufen und noch nie in der Geschichte waren so viele Frauen so erfolgreich wie heute. Gratulation, die Beauvoirs und Schwarzers haben ganze Arbeit geleistet. Wie bitte? Gut ausgebildet und zur Selbstständigkeit erzogen, halten Frauen zwar heute den Geschlechterkampf für beendet, doch wer klar sieht, stellt fest: Der Erfolg der Emanzipation ist ein Märchen, solange Frauen siebzig Prozent der Niedrigverdiener ausmachen, und der Großteil der Akakemikerinnen als Versorgerin von Mann und Kind im schwarzen Loch des Eigenheims verschwindet. Da hilft es auch nicht, wenn die Herren Chefredakteure die Frauen neuerdings wieder als Multi-Gebärende und große Aufopferungsvolle preisen. Thea Dorn und meinungsmachende Frauen von Charlotte Roche bis Silvana Koch-Mehrin diskutieren über Männer und Frauen, Kinder und Karriere, Politik und Gesellschaft. Einen neue Klasse von Frauen definiert ihr Selbstverständnis und setzt die Agenda für die Zukunft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 01.11.2006

Antje Schrupp stellt zwei Bücher vor, die sie auch als kritische Antwort auf Eva Hermanns These vom "Eva-Prinzip" gelesen hat. Thea Dorns "Die neue F-Klasse" präsentiert Interviews mit Frauen über ihren persönlichen und beruflichen Werdegang. Hier hält sich der Ärger der Rezensentin mit Interesse und Zustimmung die Waage. Während sie "Klischees" über den Feminismus, die beispielsweise im Interview mit Maybrit Illner zu lesen sind, und denen die Autorin nicht widerspricht, durchaus auf die Palme bringen, preist sie die Gespräche mit einer Bombenentschärferin oder einer Eiskletterin als äußerst authentisch und fesselnd. Und hier lobt sie dann auch die Fragen Thea Dorns als gewinnbringend, weshalb sie das Buch trotz allem empfehlenswert findet

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.09.2006

Isabell Hoffmann hat einiges übrig für Thea Dorns Buch "Die neue F-Klasse". Sie kann sich darin durchaus wiederfinden und der Forderung nach einem neuen Feminismus will sie ihren Segen nicht versagen. Auch begrüßt sie die enthaltenen Gespräche mit Frauen wie Charlotte Roche oder Silvana Koch-Mehrin, in denen Klartext geredet werde. Viele der gezogenen Schlüsse und Thesen scheinen ihr bekannt und zustimmungsfähig. Sie versteht das Buch nicht einfach nur als ein Buch von Frauen über Frauen, sondern als Dorns Entwurf einer "idealtypischen Frauenelite". Etwas fragwürdig scheinen ihr nur die Feindbilder, gegen die die Autorin zum Sturmangriff bläst: "der Islam" und "das deutsche Feuilleton". Hier hätte sich Hoffmann einen etwas differenzierten Blick gewünscht.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren