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Klappentext
Ist die jahrtausendealte Herrschaft des Patriarchats am Ende? Noch nicht, sagt Hanna Rosin, doch die massiven Veränderungen der Berufswelt und des Bildungssystems haben eine Dynamik in Gang gesetzt, die das Verhältnis zwischen den Geschlechtern nachhaltig verändert. So scheinen viele Anforderungen der modernen Dienstleistungsgesellschaft - Flexibilität, soziale Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit - eindeutig Frauen in die Hände zu spielen, während Männer oft von den Umwälzungen überfordert sind. Hanna Rosin zeigt - frei von ideologischen Prämissen -, wie sich heute das Leben von Männern und Frauen unterscheidet, wie sehr sich die Art und Weise geändert hat, wie heute gearbeitet, gelernt, zusammengelebt wird. Mit vielen konkreten Beispielen nimmt Rosin die Chancen und Schattenseiten des "weiblichen Jahrhunderts" in den Blick.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Hanna Rosin: "Das Ende der Männer" - mehr Infos beim Berlin Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2013
Für Ralf Bönt, Autor des Männermanifests "Das entehrte Geschlecht", reiht sich die Autorin mit ihrem Buch in die Tradition eines unguten Diskurses ein, der unmittelbar mit der dunklen Seite der Gender Studies zusammenhängt und irgendwie auch mit Alice Schwarzer. Beinhart erscheint Bönt hier die Ideologie der Wahrheitsmissachtung zugunsten von Interessen durchgedrückt. So gesehen sind Frauen dann auch besser gerüstet für die Anforderungen unseres Zeitalters, klar, meint er. Ursachenforschung betreibe Hanna Rosin leider nicht, und auch keine Untersuchung in Sachen Männergesundheit und gleichberechtigte Vaterschaft. Stattdessen sieht sich der Rezensent mit Ressentiments konfrontiert, die für ihn höchstens eins bedeuten: Das Ende des Feminismus.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.01.2013
Der Inhalt von Hanna Rosins Buch "Das Ende der Männer und der Aufstieg der Frauen" scheint Rezensentin Simone Schmollack deutlich weniger provokativ zu sein als der Titel. Das in den USA derzeit heftig diskutierte Werk wird ihres Erachtens in Deutschland keine Aufregung auslösen. Im Vergleich zu feministischen Streitschriften wie "Bitterfotze" von Maria Sveland oder "How To Be a Woman" von Caitlin Moran kommt ihr Rosins Buch geradezu "plaudernd und sachlich" vor. Nichtsdestoweniger scheint ihr die Entwicklung, dass Frauen zunehmend mehr arbeiten als Männer, mitunter auch in besseren Positionen und den Männern die Ernährerrolle streitig machen, von Rosin gut beschrieben. Auch in Deutschland sieht Schmollack Regionen, in denen überwiegend die Männer arbeitslos sind und die Frauen die Familie ernähren. Die Rezensentin wünscht sich auch gar nicht das Ende der Männer, sondern wäre fürs Erste schon mit einem Umdenken bezüglich der Geschlechterrollen zufrieden.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.01.2013
"Das Buch hat eine Debatte losgetreten", meldet Susanne Mayer und referiert die breite Aufmerksamkeit, die Hanna Rosins "Das Ende der Männer" in amerikanischen und englischen Medien eingeräumt wurde. Um gleich darauf einzuschränken, dass die Debatte von Rosin nicht eigentlich losgetreten wurde, sondern schon lange andauert, womöglich seit der Antike, ja, "man hat diese Debatte ein wenig satt". Was also ist neu in Rosins Buch? Dass sie ihre These durch "Zahlengewitter, Statistiken, Ländervergleiche" belegt? Dabei vergisst sie jedoch die zahllos vorhandenen Gegenbeweise, meint die Rezensentin und verweist auf eine Realität, in der "kein Parlament der Welt" paritätisch besetzt ist. Gut gefällt ihr hingegen Rosins Vision einer gleichberechtigten Ehe mit fluide alternierenden Karrierephasen.

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