Kritisch verfährt Christian Rath mit den Autoren dieses Bandes über den Kosovo-Krieg, die die Behauptung eines "Krieges gegen die Flüchtlinge" aufstellen, der den EU-Bürokraten wie gerufen kam. Die Autoren begründen ihre These damit, dass man sich die Flüchtlinge durch eine Politik der "heimatnahen" Unterbringung vom Leibe hielt. Zweierlei findet Rath daran falsch: zum einen hielten die Autoren an der ihm keineswegs einleuchtenden Behauptung fest, erst die Nato-Angriffe hätten die Massenvertreibungen durch Milosovic ausgelöst. Warum dann der Krieg, fragt Rath, wenn man die Flüchtlinge doch gar nicht haben wollte? Außerdem widerspricht er Dietrich/Glöde vehement, dass eine "heimatnahe" Unterbringung von vornherein negativ zu bewerten sei. Warum sollen sie nicht in ihre Heimat zurückkehren dürfen, meint Rath und kommt zu dem Schluß: linkslibertäre Ideologie.
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