Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Pedro A. Sanjuan
Die UN-Gang
Über Korruption, Spionage, Antisemitismus, Inkompetenz und islamischen Extremismus in der Zentrale der Vereinten Nationen
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Thomas Laugstien. Erfahrungsbericht eines Insiders. Als Pedro Sanjuan 1984, soeben zum Direktor für Politische Angelegenheiten ernannt, sein neues Büro in der UN-Zentrale betrat, ahnte er nicht, dass er hier nicht nur das Zentrum der sowjetischen Spionage in den USA entdecken sollte. Die hehre Weltorganisation entpuppte sich zunehmend als unkontrollierbarer Sumpf: Antisemitismus auf allen Ebenen, Nepotismus, Schlendrian, Drogenhandel, Waffenschieberei, Inkompetenz und islamischer Extremismus: Die Liste der institutionellen Verfehlungen ist ebenso lang wie unglaublich. Seine Erinnerungen an "Die UN-Gang" zerstören viele Illusionen über eine Weltorganisation, bei der humanitärer Anspruch und institutionelle Wirklichkeit weit auseinanderklaffen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.02.2007
Chance verpasst, meint Cornelius Janzen. Seine Enttäuschung über die zwar unterhaltsame, doch eher polemisch und oberflächlich gehaltene Breitseite des langjährigen amerikanischen UN-Mitarbeiters Pedro A. Sanjuan gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ist profund. Sanjuans Insiderbericht über Drogen- und Waffenhandel und Antisemitismus in den UN-Headquarters lässt ihn kalt, weil er den Eindruck hat, sie dienen vor allem dazu, Sanjuans Unbestechlichkeit und blitzsaubere eigene Karriere hervorzuheben. Sachliche Analyse und Kritik oder Reformvorschläge für die lecke UNO sucht Janzen dagegen verweifelt, aber vergeblich. Bedarf daran sieht nämlich auch er jede Menge.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2006
Wir müssen uns Pedro A. Sanjuan als einen schlecht erzogenen, "egomanischen" und zutiefst in seiner Eitelkeit gekränkten Menschen vorstellen, erklärt Rezensent Wilfried von Bredow seinen Eindruck des Buches. Der Autor sei zwar wohl tatsächlich ein Insider des UN-Betriebs gewesen, doch habe er die Chance nicht genutzt, seine Kritik von Korruption, Inkompetenz etc. auch durch Analysen und Erklärungen zu fundieren. So bleibe nur ein ungeordnetes "Puzzle" an Vorwürfen beispielsweise zu einem grassierenden Antisemitismus in der UN. Wie die UN möglicherweise besser und effizienter arbeiten könne, so der Rezensent, darüber erfahre man leider fast nichts. Wohl aber, warum das frühere amerikanische Außenministerium Pedro A. Sanjuan durch Missachtung gekränkt habe.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








