Philippe Fix

Serafin und seine Wundermaschine

Ab 5 Jahre
Cover: Serafin und seine Wundermaschine
Diogenes Verlag, Zürich 2006
ISBN 9783257005271
Gebunden, 32 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Text von Janine Aust und Alain Gree. Aus dem Französischen von Sabine Ibach. Nach einer erfolglosen Karriere als Kartenknipser wird Serafin Erfinder - und erfindet zusammen mit seinem Freund Plum nicht nur eine Orchestermaschine, sondern auch ein Wunderwerk, mit dem er der Alltagsmaschinerie der Erwachsenenwelt ein Schnippchen schlagen kann...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2006

Der Rezensent Tilmann Spreckelsen ist sich nicht ganz sicher, an wen genau sich die Neuauflage dieses Kinder-Klassikers richtet, zumal er vor seinem geistigen Auge schon Horden nostalgie-getriebener Vierzigjähriger in die Buchläden stürmen sieht, um dieses Kleinod aus ihrer Kindheit käuflich zu erwerben. Nostalgie, so der Rezensent, spricht schon aus dem Buch selbst. Man denke nur an die Berufe, die Serafin zur Wahl stehen (Generaldirektor, Großwildjäger, Taucher, Polizist und Weihnachtsmann), und an den, den er dann tatsächlich ergreift: Fahrkartenknipser in der U-Bahn. Spätestens als Serafin ein tüchtig verfallenes Schloss erbt und mit seinem Freund Plum etwas völlig Neues baut ("einen steingewordenen Kindertraum, (?) eine wüste Stilmischung, ein herrliches Gewucher"), wird für den Rezensenten klar, dass der störrische, antimoderne Zug der Erzählung keineswegs ein rückwärtsgewandter ist. Als die ernste, moderne Welt nicht duldet, dass man ihrer spottet, und den jungen Erbauern, bald mit Baumaschinen und Verordnungen zu Leibe rückt, bleibe ihnen nur die Flucht in den Himmel, über eine unendliche, luftige Treppe, deren untere Stufen immer wieder abgenommen und oben angelegt werden. Und so erzähle dieses Buch die Geschichte einer "Avantgarde, die dem Fortschritt leichthändig eine Nase dreht", was nicht nur den Vierzigjährigen, sondern auch deren Kindern gefallen dürfte, meint Spreckelsen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2006

Der Rezensent Tilmann Spreckelsen ist sich nicht ganz sicher, an wen genau sich die Neuauflage dieses Kinder-Klassikers richtet, zumal er vor seinem geistigen Auge schon Horden nostalgie-getriebener Vierzigjähriger in die Buchläden stürmen sieht, um dieses Kleinod aus ihrer Kindheit käuflich zu erwerben. Nostalgie, so der Rezensent, spricht schon aus dem Buch selbst. Man denke nur an die Berufe, die Serafin zur Wahl stehen (Generaldirektor, Großwildjäger, Taucher, Polizist und Weihnachtsmann), und an den, den er dann tatsächlich ergreift: Fahrkartenknipser in der U-Bahn. Spätestens als Serafin ein tüchtig verfallenes Schloss erbt und mit seinem Freund Plum etwas völlig Neues baut ("einen steingewordenen Kindertraum, (?) eine wüste Stilmischung, ein herrliches Gewucher"), wird für den Rezensenten klar, dass der störrische, antimoderne Zug der Erzählung keineswegs ein rückwärtsgewandter ist. Als die ernste, moderne Welt nicht duldet, dass man ihrer spottet, und den jungen Erbauern bald mit Baumaschinen und Verordnungen zu Leibe rückt, bleibe ihnen nur die Flucht in den Himmel, über eine unendliche, luftige Treppe, deren untere Stufen immer wieder abgenommen und oben angelegt werden. Und so erzähle dieses Buch die Geschichte einer "Avantgarde, die dem Fortschritt leichthändig eine Nase dreht", was nicht nur den Vierzigjährigen, sondern auch deren Kindern gefallen dürfte, meint Spreckelsen.

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