Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Philippe Fix

Serafin und seine Wundermaschine

Ab 5 Jahre

Cover: Serafin und seine Wundermaschine

Diogenes Verlag, Zürich 2006
ISBN-10 325700527X
ISBN-13 9783257005271
Gebunden, 32 Seiten, 14,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Text von Janine Aust und Alain Gree. Aus dem Französischen von Sabine Ibach. Nach einer erfolglosen Karriere als Kartenknipser wird Serafin Erfinder - und erfindet zusammen mit seinem Freund Plum nicht nur eine Orchestermaschine, sondern auch ein Wunderwerk, mit dem er der Alltagsmaschinerie der Erwachsenenwelt ein Schnippchen schlagen kann...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2006

Der Rezensent Tilmann Spreckelsen ist sich nicht ganz sicher, an wen genau sich die Neuauflage dieses Kinder-Klassikers richtet, zumal er vor seinem geistigen Auge schon Horden nostalgie-getriebener Vierzigjähriger in die Buchläden stürmen sieht, um dieses Kleinod aus ihrer Kindheit käuflich zu erwerben. Nostalgie, so der Rezensent, spricht schon aus dem Buch selbst. Man denke nur an die Berufe, die Serafin zur Wahl stehen (Generaldirektor, Großwildjäger, Taucher, Polizist und Weihnachtsmann), und an den, den er dann tatsächlich ergreift: Fahrkartenknipser in der U-Bahn. Spätestens als Serafin ein tüchtig verfallenes Schloss erbt und mit seinem Freund Plum etwas völlig Neues baut ("einen steingewordenen Kindertraum, (?) eine wüste Stilmischung, ein herrliches Gewucher"), wird für den Rezensenten klar, dass der störrische, antimoderne Zug der Erzählung keineswegs ein rückwärtsgewandter ist. Als die ernste, moderne Welt nicht duldet, dass man ihrer spottet, und den jungen Erbauern, bald mit Baumaschinen und Verordnungen zu Leibe rückt, bleibe ihnen nur die Flucht in den Himmel, über eine unendliche, luftige Treppe, deren untere Stufen immer wieder abgenommen und oben angelegt werden. Und so erzähle dieses Buch die Geschichte einer "Avantgarde, die dem Fortschritt leichthändig eine Nase dreht", was nicht nur den Vierzigjährigen, sondern auch deren Kindern gefallen dürfte, meint Spreckelsen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2006

Der Rezensent Tilmann Spreckelsen ist sich nicht ganz sicher, an wen genau sich die Neuauflage dieses Kinder-Klassikers richtet, zumal er vor seinem geistigen Auge schon Horden nostalgie-getriebener Vierzigjähriger in die Buchläden stürmen sieht, um dieses Kleinod aus ihrer Kindheit käuflich zu erwerben. Nostalgie, so der Rezensent, spricht schon aus dem Buch selbst. Man denke nur an die Berufe, die Serafin zur Wahl stehen (Generaldirektor, Großwildjäger, Taucher, Polizist und Weihnachtsmann), und an den, den er dann tatsächlich ergreift: Fahrkartenknipser in der U-Bahn. Spätestens als Serafin ein tüchtig verfallenes Schloss erbt und mit seinem Freund Plum etwas völlig Neues baut ("einen steingewordenen Kindertraum, (?) eine wüste Stilmischung, ein herrliches Gewucher"), wird für den Rezensenten klar, dass der störrische, antimoderne Zug der Erzählung keineswegs ein rückwärtsgewandter ist. Als die ernste, moderne Welt nicht duldet, dass man ihrer spottet, und den jungen Erbauern bald mit Baumaschinen und Verordnungen zu Leibe rückt, bleibe ihnen nur die Flucht in den Himmel, über eine unendliche, luftige Treppe, deren untere Stufen immer wieder abgenommen und oben angelegt werden. Und so erzähle dieses Buch die Geschichte einer "Avantgarde, die dem Fortschritt leichthändig eine Nase dreht", was nicht nur den Vierzigjährigen, sondern auch deren Kindern gefallen dürfte, meint Spreckelsen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren