Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Philipp Sarasin

Michel Foucault zur Einführung

Cover: Michel Foucault zur Einführung

Junius Verlag, Hamburg 2005
ISBN-10 3885066068
ISBN-13 9783885066064
Kartoniert, 221 Seiten, 13,90 EUR

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Klappentext

Michel Foucault (1926-1984) ist schwer zu fassen. Er sah sich weder als Philosoph noch als traditionellen Historiker, sondern als "Archäologen", "Genealogen" oder "Ethnologen" der abendländischen Kultur, gar als "Feuerwerker", der wie ein Geologe das Gelände inspiziert, um es anschließend zu "sprengen". Seit posthum nicht nur die verstreuten Schriften, Interviews und Vorträge erschienen sind, sondern auch Foucaults Vorlesungen am College de France ediert werden, tritt das Bild vom Visionär einer posthumanen Welt der Biopolitik und der neoliberalen Machtform hervor. Foucaults Schreiben folgte nie einem systematischen Anspruch, sondern antwortete auf die Notwendigkeiten der Gegenwart. Deshalb stellt Philipp Sarasin das früh abgebrochene Werk Foucaults in seiner historischen Entwicklung dar.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.12.2006

Martin Bauer legt Interessierten wärmstens diese "Werkbiografie" von Michel Foucault ans Herz und bewundert die Courage und Originalität ihres Autors Philipp Sarasin. Der Rezensent rühmt Klarheit und Konzept dieses Buches und findet es besonders lobenswert, dass der Autor seine Analysen von Foucaults Philosophie in den historischen und werkchronologischen Kontext stellt. Ganz besonders unerschrocken aber scheint dem begeisterten Bauer, dass Sarasin in einer "bestechenden Analyse des Ödipusmythos" am Ende Sigmund Freud das "letzte Wort" erteilt, von dessen Lehren sich der französische Philosoph entschieden abgewandt hatte. Hier wüsste der Rezensent zu gerne, was Foucault darauf erwidert hätte.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.04.2006

Eine "souveräne" Einführung in Foucaults Denken bietet dieses Buch, schlicht und einfach weil es "nicht mehr und nicht weniger sein will als eine Hilfestellung", urteilt Bernhard Dotzler. Dem Autor gelinge ein hermeneutischer Spagat: Er erläutert dicht am Text die "sich wandelnden Grundbegriffe Foucaults - Archäologie, Diskurs, Macht, Subjekt", andererseits werden ihm diese Begriffe zu Wegmarken und Richtungsweisern durch die disparate Textwelt des Pariser Philosophen. Und dazu, so der Rezensent, gehören erfreulicherweise nicht allein die üblichen Verdächtigen, sondern auch jene kleineren und abseitigen Artikel, "die erst mit der postumen Edition der 'Dits et Ecrits' ins Blickfeld" rückten.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren