Bücher der Saison
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Klappentext
Laufzeit 220 Minuten. Die sanft atemberaubende Lebensgeschichte eines Bauernjungen, der sich an die Buchstaben verlor und aus der heimatlichen Enge wegdachte. Einer, der abends als Weber und Schindelmacher hinzuverdiente, um sich Bücher zu kaufen: im Dorf als Sonderling beargwöhnt wegen seiner Leseleidenschaft. Einer, der Romane schrieb und politischer Publizist wurde, bewundert in Leipzig und bekämpft von den Machtzirkeln seiner Vorarlberger Heimat.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.03.2006
Rezensent Wolfgang Burgdorf empfiehlt dieses "eindrückliche" Hörbuch mit großem Respekt für den Autor des gelesenen Textes, aber auch für den lesenden Markus Hering. Es handelt sich seinen Informationen zufolge um die 1904 zuerst erschienenen Lebenserinnerungen des1860 im Alter von neunundzwanzig Jahren verstorbenen Bergbauern Franz Michael Felder, der gegen den Widerstand seiner Zeit die Welt der Bücher und Zeitungen, das Lesen und Schreiben zu seinem Lebensinhalt machte. Und das, obwohl er halb blind war und die Blindheit ihm vom Pfarrer obendrein als Strafe Gottes für das Lesen vorgeworfen worden war. In seinen Erinnerrngen verfahre Felder weit rücksichtsvoller mit seinen "Mitdörflern, Honoratioren, Priestern und Obskuranten" als sie mit ihm. Den ebenso ausdrucksstarken wie einfühlsamen Vortrag des Schauspielers Markus Hering führt der Rezensent darauf zurück, dass Hering, bevor er Schauspieler wurde, Waldarbeiter und Tischler war, und daher ein besonderes Verständnis für die Umstände mitbringt, in denen dieser "poetische Realismus" entstanden ist.
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Necla Kelek: Himmelsreise
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