Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Jean Sibelius gehörte zu jenen Komponisten Europas, die lange Zeit unter dem Verdikt allzu konventioneller, zudem national inspirierter und geradezu erzählerischer Kompositionsweise litten. Inzwischen ist das Interesse an der spezifischen Klangwelt dieses Komponisten längst zur Selbstverständlichkeit geworden. 1865 im schwedischsprachigen Süden Finnlands geboren, hat er sich früh mit der Sagenwelt seiner Heimat beschäftigt, die in dem großen Nationalepos Kalewala kulminiert, das dann für zahlreiche Kompositionen Sibelius' die Anregung war. Aber auch die Tradition der Wiener Klassik war ihm vertraut. Am Ende seines langen Lebens war er - vor allem auf Grund seiner sieben Sinfonien und des Violinkonzerts - einer der großen Komponisten Skandinaviens, ja Europas. Erik Tawaststjerna hat seine Biografie als weitgespannte Lebenserzählung aufgefaßt, die von zahlreichen, meist unbekannten Abbildungen gestützt wird und so die Lebens- und Arbeitswelt dieses einzigartigen, erst 1957 gestorbenen Komponisten dem Leser nahebringt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2006
Begeistert zeigt sich Eleonore Büning über Erik Tawaststjernas Biografie des finnischen Komponisten Jean Sibelius, die zu ihrer Freude endlich in deutscher Übersetzung vorliegt. Sie würdigt den 1993 verstorbenen Tawaststjerna als "Mr. Sibelius", der im vorliegenden Werk die Summe seiner monumentalen fünfbändigen Sibelius-Studien gezogen hat. Der finnische Musikwissenschaftler zeichnet nach Ansicht Bünings das Leben Sibelius? mit "größter Sympathie" nach, so dass der Komponist dem Leser regelrecht ans Herz wachse. Sie betont das Bemühen des Autors um die "objektive Distanz des Chronisten", der anschaulich aufschreibt, wie es "wirklich" gewesen sein mag. So überprüfe Tawaststjerna Anekdoten auf ihren Kern, konfrontiere Selbstzeugnisse mit denen anderer Zeitzeugen, kläre Irrtümer auf und beseitige Zweifel. Lobend äußert sich Büning zudem über die "ausgezeichnete Übersetzung" von Gisbert Jäkel. Das Resümee der Rezensentin: ein "Prachtband mit herrlichem Bildmaterial".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








