Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Maynard Solomon

Mozart

Ein Leben

Cover: Mozart

J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2005
ISBN-10 3476020843
ISBN-13 9783476020840
Gebunden, 720 Seiten, 39,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Max Wichtl. Mit 41 schwarz-weiss-Abbildungen und 44 Notenbeispielen. Wer war Mozart? Mit psychologischem Einfühlungsvermögen entwirft Solomon ein neues, bewegendes Porträt von Mozarts widersprüchlichem Charakter. Entstanden ist eine Biografie, die wesentliche Korrekturen am bisherigen Mozartbild vornimmt und vor allem das problematische Verhältnis zum Vater und die Abhängigkeit von der Familie kritisch beleuchtet. Zum Mozartjahr 2006 ein neuer Blick auf Mozarts Charakter, sein Leben und sein Werk.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2005

Das Mozart-Jahr 2006 steht ins Haus und der 250. Geburtstag im Januar kündigt sich mit einer Unmenge von Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt bereits mächtig an. Gerhard R. Koch hat einen Streifzug durch das unübersichtliche Feld unternommen und stellt die wichtigsten Bücher aus der "Flut von Neuveröffentlichtungen" vor. Rundum überzeugend findet der Rezensent diese große Mozart-Biografie von Maynard Salomon, die mit zehn Jahren Verspätung nun ins Deutsche übersetzt erscheint. Natürlich erfahre man nichts grundlegend Neues, manche "Facette" aber erscheine schon in anderem Licht - etwa die frühzeitige Bewunderung als "Mischung aus Eros und Christkind", die der Wunderknabe erfuhr. Das biografische Besteck entnimmt der Autor, so Koch, vor allem der Psychoanalyse und der Poetologie, er räume aber stets ein, dass viele der strittigen Fragen der Forschung (ständige Geldnot, Untreue der Ehefrau, Todesursache) sich der eindeutigen Klärung entziehen.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.10.2005

Als das "wohl spannendste, radikalste Buch über Mozart seit Hildesheimers Großessay von 1977" würdigt Volker Hagedorn diese Mozart-Biografie von Maynard Solomon, die nun rechtzeitig zum Mozartjahr 2006 in einer deutschen Übersetzung vorliegt. Ausführlich widmet sich Hagedorn dem Konflikt zwischen Mozarts Vater Leopold und seinem Sohn Wolfgang Amadeus, einem Konflikt, der auch in Solomons Biografie eine wesentliche Rolle spielt. Entschieden wende sich Solomon gegen das Bild Mozarts als ewiges Kind und zeige dagegen, wie selbstbestimmt sich der Sohn seinem Vater widersetzte, bis es zum Bruch zwischen beiden kam. Bei Solomon werde das Eigenleben Mozarts in seinem endlosen Kampf um Freiheit "so deutlich wie nie zuvor". Beeindruckt hat Hagedorn vor allem, "dass hier reale Menschen in all ihren Äußerungen ernst genommen werden, nicht vorgeführt, nicht romanreif zurechtgehobelt". Seinen Beifall findet auch die "elegante bis ironische Sprache" des Buchs, der die Übersetzung zum Bedauern des Rezensenten hin und wieder "nicht ganz gewachsen" sei. Insgesamt findet Hagedorn hier die richtige Balance aus tiefschürfenden Analysen und respektvoller Distanz zu den einzelnen Personen vor.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren