Ein Verlag, der gerne Adliges bringt, und ein Autor, der die amerikanischen Präsidentengattinnen wie "Königinnen auf Zeit" behandelt, das passt gut zusammen, meint Michael Schwelien. Er hält das Unterfangen Gerstes für rundum gelungen. 41 Ehefrauen waren es bislang, Hillary Clinton eingeschlossen. Schwelien lobt, dass das Buch nicht in Einzelportraits auseinander fällt, sondern tatsächlich zusammenhängend so etwas wie die "weibliche Seite der amerikanischen Geschichte" präsentiert. Er attestiert dem Autor historischen Spürsinn hinsichtlich der frühen Präsidentenfrauen, Fingerspitzengefühl bei der Sklavin Sally Hemmings, die er als Quasi-Ehefrau neben Thomas Jefferson stellt, vorsichtige Neugier bei Jackie Kennedy und "den richtigen Tonfall", was Hillary Clinton betrifft, deren Professionalität der Autor gebührend zu würdigen wisse.
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