Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Urs Widmer
Ein Leben als Zwerg
Klappentext
Ein Zwerg aus Gummi ist der Held - ja sogar der Autor - dieses Buches. Sein Geheimnis ist, daß er, wenn kein Mensch ihn anschaut, lebt. Sich bewegen kann, denken, fühlen. Er begleitet Uti - jenen Jungen, der ihn mit seinem liebenden Blick erst lebendig gemacht hat - durchs Leben (Utis Leben), lebt sein Zwergenleben, während der Junge erwachsen wird und ein Mann, ein fast schon alter Mann.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.08.2006
Dieses Buch, stellt Burkhard Müller mit gehöriger Boshaftigkeit fest, beweise einwandfrei, dass es Bücher gibt, die die Welt nicht braucht. Müller zeigt sich gehörig genervt von diesem Roman, zu dem sich Urs Widmer offensichtlich von seinen Kindheitserinnerungen inspirieren ließ. Seine Familie wird dabei von Spielzeug-Zwergen repräsentiert, was dem Rezensenten nicht so recht einleuchtet, geschweige denn ihn befriedigt. Zudem weist die Erzählung nach Müllers Einschätzung nicht gerade viel Charme auf. Die Geschichte funktioniere auf keiner Ebene, und wo er sich anfangs noch ob all der "Peinlichkeit" krümmt, langweilt ihn es am Schluss nur noch.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.02.2006
Urs Widmers Buch "Ein Leben als Zwerg" hat Gieri Cavelty nicht gerade in einen Begeisterungssturm versetzt. Zwar findet er die Geschichte um den Gummignom Vigolette alt, der aus der Zwergenperspektive das banale menschliche Treiben kommentiert, durchaus neckisch. Ja, bisweilen kann sich Cavelty ein Schmunzeln nicht verkneifen. Zu seinem Bedauern begnügt sich Widmer allerdings "mit possierlichen Späßchen". Auch die Ironie des Buchs wirkt auf ihn "harmlos". Besonders störend empfindet Cavelty den "Kontrast zwischen der beschworenen Liebenswürdigkeit der Wichtelwelt und einer augenfälligen Lieblosigkeit im dramaturgischen Detail". Einen Vergleich mit Widmers Werken von literarischen Rang kann dieses Buch seines Erachtens nicht standhalten. Cavelty sieht darin nicht viel mehr als einen "literarischen Zwerg".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








