Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Janos Szekely

Der arme Swoboda

Roman

Cover: Der arme Swoboda

SchirmerGraf Verlag, München 2006
ISBN-10 3865550274
ISBN-13 9783865550279
Gebunden, 176 Seiten, 18,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Gio Waeckerlin Induni. Zum ersten Mal auf deutsch: Janos Szekelys brillante, visionäre Parabel um den böhmischen Dienstmann Swoboda erschien als Roman bereits 1941 in New York und feierte 1944 als Theaterstück am Broadway Triumphe. Es ist Swoboda, der gutmütige Narr, durch dessen Augen der politische Wahnsinn, wenn er Methode hat, in seinem grellsten Licht leuchtet. Ein beschauliches Städtchen in Böhmen, in dem man wahrscheinlich vor Langeweile eingehen würde, gäbe es nicht ein paar Exzentriker, die für Gesprächsstoff sorgen. Einer davon ist Swoboda, der Dorftrottel, der seit einem Vierteljahrhundert im Bahnhof herumlungert und darauf wartet, daß einer der wenigen Reisenden, die sich hierher verirren, ihn damit beauftragt, die Koffer zu tragen. Aber eines schneereichen Tages im März 1939 fallen die deutschen Truppen ein, und schon wird der Gepäckträger aus heiterem Himmel beschuldigt, ein Attentat gegen Hitler geplant zu haben.

Leseprobe beim Perlentaucher

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.08.2006

Der Rezensent Karl-Markus Gauss zeigt sich nicht überzeugt von der literarischen Qualität dieses Romans des ursprünglich aus Ungarn stammenden, später aber auch auf deutsch und englisch schreibenden Schriftstellers Janos Szekely - obwohl er ihm die Beachtung gönnt, die der Autor posthum derzeit in den Feuilletons bekommt. Doch "ästhetische Gründe", die für diesen vor dem Hintergrund der deutschen Besetzung der Tschechoslowakei geschriebenen Roman sprechen, findet der Rezensent kaum. Als Nebencharakter wäre die Hauptfigur, "Der arme Swoboda", zufrieden stellend besetzt, doch vermöge er es nicht, den ganzen Roman zu tragen. Diese konzeptionelle Schwäche wirkt sich auch auf das Stilistische aus, die Parabel wirkt in Gauss? Augen etwas "mechanisch". Und der "charmante Witz" erscheint stellenweise künstlich, "als gelte es wider alle politischen Gräuel an kultivierter Konversation festzuhalten".

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