Bilderbuch mit CD. Musik von Reinhard Seifried. ."Am Anfang war das Nichts. Es gab kein Oben und kein Unten, kein Links und kein Rechts. Es gab keine Schneeflocke, keinen Grashalm, kein Glühwürmchen, noch nicht einmal das Atom. Es gab nur Gott - und die Ewigkeit." So lässt Helme Heine seine musikalische Erzählung beginnen. Und er stellt uns Gott als Künstler und Handwerker vor - mit Malpinsel und Schaufel entwirft er Himmel, Erde, Meer, Sterne, Tiere und die Menschen. Seine beiden Menschenkinder - Adam und Eva - haben wiederum viele Kinder und Kindeskinder. Und bei jeder Geburt ziehen drei Freunde ein: Professor Kopf, Rosi Herz und Dick Bauch. Professor Kopf wohnt im Dachgeschoss, Rosi Herz im ersten Stock links und Dick Bauch im Keller. Diese drei Freunde begleiten uns ein Leben lang - bis in den Tod. Die Schöpfung enthält die neu erzählten Geschichten "Samstag im Paradies" und "Der Club". Für die CD vertonte der Komponist und Dirigent Reinhard Seifried die Geschichte zu einer musikalischen Erzählung und komponierte eigens dazu die Musik. Es spielen unter seiner Leitung Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters. Den Text spricht Helme Heine.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.01.2006
"So liebreizend wie harmlos" findet die Rezensentin Barbara Villiger Heilig das Kinderbuch "Die Schöpfung?. Es sei zwar nicht nötig "alles wissenschaftlich auszuloten?, doch schon der fehlende Sündenfall sei nicht bibeltreu. Helme Heine stelle Gott als "Großpapa mit Rauschebart? dar, der nach der Erschaffung der Welt keine Rolle mehr spielt. Klein-Adam und Eva reiten unschuldig durch die Ur-Landschaft. Ihre Nachfahren bekommen später Begleiter zur Seite, die für Kopf- Herz- und leibliche Bedürfnisse zuständig sind, und alle müssen sich schließlich mit dem Thema Tod auseinander setzen. Zu der psychologisch angehauchten Geschichte gibt es eine Musik-CD, die die Rezensentin jedoch auch nicht überzeugt. Die Chance, verschiedenen Personen und Tieren eine musikalische Identität zu verleihen, werde nicht genutzt. Die Instrumentierung geschehe nach einem Zeichen-Code, der für "heutige Kinder mit ihrer Hör-Wahrnehmung? nicht mehr unbedingt zu entschlüsseln ist. Vieles werde hier leider "nicht zu Ende gedacht", beklagt sich Villiger Heilig, die Kindern ab 4 Jahren auch durchaus mehr "Biss" zumuten würde.
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