Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Sebastian Vogel. Die überwucherten Tempelruinen von Angkor Wat, die zerfallenden Pyramiden der Maya in Yucatan und die rätselhaften Moai-Statuen der Osterinsel, stille Zeugen einstmals blühender Kulturen, aber auch Mahnmale für heutige Gesellschaften. Wann beginnt das Ende? Was sind die Warnsignale? Jared Diamond zeichnet die Muster nach, die zum Untergang von Imperien führen, und zeigt uns, dass die Zukunft in unserer Hand liegt.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.12.2005
Ein "atemberaubendes Buch", so Johannes Fried über Jared Diamonds "Kollaps". Diamonds neues Werk untersucht die Bedingungen einer globalen ökologischen Katastrophe und die Frage, wie man ihr entgegenwirken kann. Die Ansatzfragestellung lautet: Warum gehen Gesellschaften unter? Dafür führt der Autor vier Faktoren an: Klimaveränderungen - seit neuestem menschengemachter Art -, die Freundlichkeit beziehungsweise Feindseligkeit von Nachbarn und Handelspartnern, zuletzt die "intellektuellen oder organisatorischen Fähigkeiten einer Gesellschaft, auf Umweltschäden zu reagieren". Auch wenn Fried Diamond darin zustimmt, dass eine "umweltfreundliche Bewirtschaftung" Not tue, erhebt er dennoch Einspruch. Wegen Simplifizierung. Was nach Ansicht des Rezensenten zu kurz kommt, ist die Frage nach der kulturellen Beschaffenheit einer Gesellschaft. Diamond argumentiert ihm zu rational-ökologistisch. Was Diamond ausblendet, ist, dass Katastrophen, auch der Verfall von Kulturen, der Preis für generellen Fortschritt, für Weiterentwicklung der Spezies sein können - als Beispiel zitiert er unter anderem die Pest des 6. Jahrhunderts, die zwar die Antike zu Grabe trug, aber den Aufstieg der fränkischen Welt ermöglichte. Was Diamond bietet, so Frieds Fazit, ist "lediglich - wichtig genug! - ein 'Leitfaden für gute Entscheidungen'", in Richtung etwa von "ökologischen Verbandsbildungen und Konsumverzicht". Doch der Erfolgsautor blendet, um es einmal deutlich zu sagen, die tragische Dimension des menschlichen Daseins aus. Wir sterben nun einmal, so Fried, und die von uns geschaffenen Zivilisationen sterben mit uns, und etwas Neues entsteht.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.10.2005
Mit diesem Buch hat Jared Diamond eine Lücke geschlossen, bemerkt der Rezensent Thomas Macho erfreut. Wie dieser schmunzelnd erklärt, habe das WWF-Vorstandsmitglied Diamond sein Interesse an aussterbenden Arten auf die Spezies Mensch gerichtet und statt der üblichen "apokalyptisch-metaphysischen" Abgesänge - ob auf einzelne Kulturen oder auf die Menschheit als Ganzes - eine "in den nüchternen Kategorien der empirischen Forschung thematisierte" Studie vorgelegt. Dabei, so der Rezensent, geht Diamond von der Frage aus, warum manche Kulturen untergingen, während etwa ihre benachbarten Kulturen überlebten, und entwerfe ein "detailliertes Panorama" von Fällen aus Geschichte und Gegenwart. Wie der Rezensent lobend erwähnt, sind die einzelnen Beispiele "übersichtlich strukturiert" und werden vom Autor im Hinblick auf fünf Parameter (Umweltschäden, Klimaveränderungen, feindliche Nachbarn, Unterstützung durch Nachbarn und Planung und Gestaltung der Zukunft) untersucht. Weil aber der letzte unter den genannten Parametern der wichtigste sei, wie Diamond ausdrücklich betone, überrascht es den Rezensenten dann doch nicht, dass sich Diamond trotz des im Buch allgegenwärtigen Untergangs "vorsichtig optimistisch" gibt.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







