Ausgewählte Briefwechsel aus dem Nachlass von Karl August Böttiger, herausgegeben von Klaus Gerlach und Rene Sternke. Karl August Böttiger tritt uns in seinem Briefwechsel mit Auguste Duvau als Freund und Lehrer eines jungen französischen Emigranten und als Vermittler im deutsch-französischen Kulturaustausch entgegen. Als der 24-jährige Chevalier Duvau im April 1795 das berühmte Weimar besucht, ist der weltoffene Böttiger einer von denen, die ihm herzlich entgegentreten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.09.2005
Auguste Duvau, schreibt Kai Wiegandt nach der Lektüre von dessen Briefwechsel mit Karl August Böttiger, wäre der Richtige gewesen, um den Franzosen die deutsche Literatur ans Herz zu legen. Als junger, bildungshungriger Mann kam Duvau 1795 nach Weimar und lernte die deutsche Literaturszene dort und auf seinen Reisen durchs Land nicht nur gut kennen, sondern auch schätzen. So sehr, dass er sich beispielsweise über den Kultur-Snobismus der Madame de Stael aufregte, die in Weimar beharrlich französisch sprach, obwohl sie des Deutschen mächtig war. All das und noch viel mehr aus über nationale Befindlichkeiten ist in den Briefen zwischen Duvau an seinen Mentor Böttiger nachzulesen, die nach Ansicht Wiegandts ein formidables "Bild der deutsch-französischen Beziehungen zu einer Zeit, als die deutsche Dichtung ihren ersten Höhepunkt erreichte", abgeben.
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